Donnerstag, 13. Juni 2013

C's Kitchen.

Wie der Titel schon sagt, zeig ich euch heute nichts aus meinem Schrank, sondern ausnahmsweise mal aus meiner Küche. Auf Instagram (carrie_cscloset) zeig ich ab und zu mal, was es bei mir grad zu schmausen gibt und zu meiner Überraschung kommt das immer sehr gut an und scheint viele meiner Follower zu interessieren. Deshalb dachte ich lange drüber nach und habe heute mal einen Beitrag dazu verfasst. In den letzten Jahren habe ich mich immer auf eine blöde Frühjahrs-Diät mit viel Sport gestützt. So habe ich bis zum Sommerurlaub immer super abgespeckt, sah auf Urlaubsbildern klasse aus und habe mir im Winter wieder alles doppelt und dreifach angefressen. Die Einsicht, dass mein Körper nicht mehr so aussieht, wie auf den Urlaubsbildern, kam mir immer ungefähr zu den Zeitpunkten, an denen ich meinen nächsten Sommerurlaub gebucht habe. Und so wollte ich nicht weitermachen. Ich wollt auf Dauer gesünder leben und nicht alles in erster Linie darauf stützen, abzuspecken, sondern auch allgemein zu merken, dass ich mich anders ernähre. Und seit einigen Wochen klappt das richtig gut. Ich bin wacher, meine Haut ist reiner, ich bin motivierter - gerade auch was das Sport machen betrifft und natürlich purzeln auch die Pfunde. Was ich anders mache? Ich mache Essen zu einem meiner wichtigsten Tagespunkte. Vorher habe ich mir, um den Hunger zu stillen und weil ich dachte, es wäre finanziell günstiger, einfach mal eine Tiefkühlpizza in den Ofen geschoben. Doch als die Einsicht kam, dass es so nicht weitergeht und ich aus diesem Trott im Winter das hässliche Entlein zu sein und im Sommer wie der schöne Schwan auszusehen, herauszukommen, habe ich mich informiert und schon viele einfache Dinge ausgetauscht. Mit ganz wenigen Regeln ist das wirklich simpel. Ich esse keine normalen Nudeln mehr, sondern Vollkornnudeln. Mit leckerer Soße, am liebsten selbstgemacht, schmecken diese mindestens genauso gut. Ich süße mit Agavensirup und lasse die Finger von Zucker. Wenn ich Käse zum Kochen verwende, dann achte ich darauf, dass dieser fettarm ist und in Sachen Fleisch nehme ich nur Geflügel zu mir und verzichte auf ungesundes Schweinefleisch. Olivenöl wird bei mir gegen Rapsöl eingetauscht und die fettige Pfanne so oft es geht gegen den fettarmen Backofen. Es gibt jedoch eine Regel, die ich zu meiner Hauptregel gemacht habe. Ich esse nur einmal pro Tag Kohlenhydrate, entweder morgens oder mittags. Denn diese fiesen Kohlenhydrate machen im Winter gerne das hässliche Entlein aus mir. Einmal am Tag reichen sie mir, sodass ich morgens gern mal Brot essen kann oder mittags Reis und Kartoffeln. Naschen tu ich auch mal! Kekse beispielsweise. Dabei achte ich nur darauf, dass kein Weizen in den Zutaten enthalten ist, denn Weizen ist ganz doll doof, das hat mir eine gute Freundin beigebracht. Mit Dinkel schmecken die Schokoladencookies eh viel besser. Durch diese Umstellung muss ich auf nichts verzichten und fühle mich rundum wohler. Ich koche seitdem wirklich sehr gern und zeige euch deshalb jetzt mal ein paar Gerichte, die ich für mich entdeckt habe. Wenn ihr das gerne mögt, dann sagt mir bitte Bescheid. Denn dann kann ich so einen Beitrag gerne öfters mal zusammenstellen. PS: Die Mittagsgerichte habe ich mit diesen Angaben für zwei Personen gekocht und beim Ofen die Umluft-Einstellung genutzt. 

Morgens esse ich am liebsten Obst oder eiweißhaltige Gerichte. Zweiteres vor allem immer dann, wenn ich am selben Tag vorhabe, zum Sport zu gehen. Rührei mit Tomate und Schnittlauch sättigt zu dem auch stundenlang. Besonders gern esse ich morgens Bananen, weil sie ganz starke Energieträger sind, als Abendbrot sind sie deshalb allerdings nicht allzu gut geeignet.
Tomatenrührei mit Basilikum.
Bananenscheiben mit Kiwi.
1/2 Honigmelone mit 1 Kiwi. 
Bananenscheiben mit Obstmüsli und fettarmer Milch.

 Nach Gerichten zum Mittagessen durchblätter ich gern mal das Kochbuch "Vegan for Fit" von Attila Hildmann. Er hat super leckere Ideen, wie beispielsweise die Kürbispommes und die Zucchinirollen, für die er allerdings Auberginen benutzt hat. Von seiner 30-Tage-Challenge halte ich nicht sonderlich viel, weil ich dem gut-essen-auf-Dauer abgeschworen habe und zum vegan sein meiner Meinung nach eh mehr dazu gehört, als eine begrenzte Tages-Challenge, aber seine Gerichte an sich sind wirklich super lecker und dazu sehr gesund.
Im Ofen angegrillte Paprika mit Hähnchenfilets und mit Feta gefüllter Ofentomate.
Kürbispommes nach Attila Hildmann. Eins meiner liebsten Gerichte! Dazu heizt ihr den Ofen auf 250°C vor, befreit einen Hokkaidokürbis von den Kernen und schneidet ihn in pommesähnliche Stücke. Den Kürbis mit 1TL frisch gehackten Rosmarinnadeln, 3EL Öl, 1/2 TL Paprikapulver, 1 gestr. TL Grill- und Pfannengewürz und 1 TL jodiertem Meersalz vermischen. Die marinierten Kürbisstückchen auf einem Backblech für 15-17 Minuten im Ofen backen. Dazu habe ich ganz normalen körnigen Frischkäse mit Kresse serviert.
Die Grundidee dieses Gerichtes habe ich ebenso aus dem "Vegan for Fit"-Buch, jedoch sind dort Aubergingenröllchen vorgegeben, ich habe jedoch Zucchini dafür genutzt und Reis und Tomatenso0e zugefügt.  Ihr heizt den Ofen auf 250°C vor, wascht eine Zucchini, schneidet sie längs in hauchdünne scheiben und mariniert sie mit 1/2 TL Salz und 2 EL Öl. Diese schiebt ihr auf einem Backblech für ca 10 Minuten in den Ofen. Halbiert und entkernt nun Avocados, 3 sind im Buch vorgegeben, wir haben jedoch nur 2 benutzt und diese reichten vollkommen. In einem Mixgefäß müssen jetzt die Avocados, eine feingehackte Chilischote, 1 EL Citronensaft einer Bio-Citrone und die abgeriebene Hälfte ihrer Schale püriert werden. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einer klein gehackten Paprikaschote vermischen. Die Zucchinischeiben etwas abkühlen lassen und sie danach mit der Avocadocremefüllung einrollen.
Brokkoli dünsten und ein wenig salzen. 2 Lachsfilets für ungefähr 13 Minuten in der Pfanne in heißem Rapsöl anbraten. Für die letzten Minuten in der Pfanne die Temperatur runterdrehen und Tomatenscheiben mit fettarmem Mozarella auf den Lachs legen, bis der Käse geschmolzen ist.
Gemüsespieße mit Reis. Ich habe für meine Spieße Zucchini, Champignons, Tomate, Paprika, Zwiebel und Hähnchenfleisch benutzt. Den Ofen auf ca 200°C vorheizen, Gemüse in kleine Stücke schneiden und aufspießen. Über die Spieße eine Gewürzmischung aus Rapsöl, Rosmarin, Thymian und Salz träufeln. Die Menge ist dabei von den Spießen abhängig. Die Spieße für ca 15 Minuten in den Ofen schieben. Dazu Reis aufkochen und mit ein wenig Chilisoße anrichten.

Abends verzichte ich, wie oben schon beschrieben, komplett auf Kohlenhydrate. Möglichst auch auf Fett, das klappt aber nicht immer. Meistens esse ich Gemüse, was vielleicht etwas schwer zu verdauuen, aber trotzdem sehr lecker und gesund ist. Dann schneide ich mir Paprika, Möhrchen oder Gurke und knabber das genüsslich beim Fernsehabend. Wenn ich jedoch Lust auf was herzhaftes habe, dippe ich das Gemüse oft in körnigen Frischkäse, das ist lecker und super gesund.
Körniger Frischkäse mit Schnittlauch und Tomaten.
 Avocado. Avocado ist ja so ein Ding. Sie enthält super viel Fett, allerdings ist das so ein Fett, dass wir gerne essen dürfen. Am Abend ist sie vielleicht nicht so optimal, aber wenn man beim Mittagessen nur eine kleine, gesunde Portion zu sich genommen hat, kann man auch mal Avocado am Abend essen. Ich habe sie halbiert, entkernt, mit Citronensäure, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und ein wenig Rosmarin beträufelt und für ca 15 Minuten bei 180°C in den Ofen geschoben. Dazu gabs als Dipp körnigen Frischkäse und nach einer Hälfte ist man schon direkt wieder satt.

 PS: Was natürlich nicht fehlen darf, ist dieser blöde und bei vielen so verhasste Sport. Ich bemühe mich, täglich Sport zu treiben, was auch oft klappt, weil es mir mittlerweile auch große Spaß macht. Am besten mit dem Kraft- und dem Cardiotraining abwechseln und dann steht der Sommerfigur auch schon gar nichts mehr im Wege.

 PPS: Ich mach das auch alles nur so nach Hörensagen, von Freunden, die in der Hinsicht mehr Ahnung haben, als ich. Also wer weiß, ob ich hier mit allem richtig liege? Bei mir fruchtet es jedenfalls stark, aber das ist von Person zu Person bestimmt eh unterschiedlich. :)



Kommentare:

  1. Vielen Dank! Wirklich! Ich bin im Moment auch in so einer Phase, wo ich merke, oh je Sport täte mal ganz gut und vor allem das Mensaessen immer...hui. Deine Rezepte sind ganz ganz toll! Ich wusste nämlich nie genau wann ich was essen darf und ich bin dann auch immer so einfallslos was Gerichte ausdenken angeht, doch jetzt habe ich eine Inspiration! Gerne mehr davon! Liebste Grüße, Jasmin

    http://lifemeetsdreams.blogspot.de/

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  2. daumen hoch! perfekter post, eine großer inspirationsquelle für mich, für zukünftige rezepte. bin zwar schon seit anfang des jahres vegetarierin und probiere es gerade mit dem veganismus, was mir bis jetzt sehr gut gelingt, deswegen, werde ich bei einzelnen gericht einfach das fleisch und die anderen sachen ersetzten.
    danke für teilen.
    lieben gruß.
    lavinka
    www.kincseslavinka.blogspot.de

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  3. die rezepte sind supertoll! ich achte auch sehr auf eine gesunde ernährung aber der sport fehlt noch!
    toller post!

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    1. genau so geht's mir auch!
      Meine Ernährungsumstellung läuft super, langsam schaffe ich es, diszipliniert darauf zu achten, was ich esse - aber beim Sport, da haperts noch!

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  4. du und kochen ? sehr geil haha ich erinnere mich an früher :D
    also 1. sieht alles megaaa lecker aus.
    so tipp von mir ;) statt normalen reis wildreis nehmen, den schwarzen körnigen, ich finde ihn spitze und hält länger satt und ist gesünder ;)
    2. eig ist es am besten abends gar nicht soviel rohkost zu essen da es vom abbau doch etwas länger braucht, am besten viiiiiiiel proteine, also viel fisch und eier ;) so fördert man auch gleichzeitig den muskelaufbau :D
    3. Sport klaro , aber da darf ich ja nichts zu sagen :D ohne Sport geht eben nichts!

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    1. mittlerweile klappt das ganz gut, aber nur mit den richtigen rezepten. :D über diesen schwarzen reis hab ich auch schon mal nachgedacht.. aber der ist halt schwarz und ich find als reis sieht das dann ziemlich unappetitlich aus, oder nicht? :/

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    2. Neiiiin der is mega lecker probiers einfach mal aus, oder wenn du wieder in Berlin bist koch ich mal was schönes mit dem Reis dann darfste probieren ;)

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  5. so ähnlich ernähre ich mich auch :) Vollkorn statt normalen Nudeln, Vollkornreis, Quinoa, Couscous, usw.
    Dazu viiiiiiel Gemüse und gesunde Fette wie aus Kokos, Avocado, Nüsse usw.
    Dazu esse ich auch viele Bohnen, Kichererbsen und Linsen.
    Weißen Zucker lasse ich auch weg wenn es geht und nehme stattdessen Reissirup, Agavensirup, Kokosnusblütenzucker oder Rohrohrzucker.
    Dazu esse ich aber fast zu 99% vegan, was mir persönlich aber leicht fällt.
    Der beste Tipp ist eigentlich selber kochen und alle Fertiggerichte wegzulassen und so natürlich wie möglich zu essen.
    Was machst du denn so für Sport?

    bisous,
    mia

    heylilahey

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    1. in deiner aufzählung gibt es auch viele viele dinge, die ich schon lange mal ausprobieren wollte. :) und quinoa beispielsweise find ich mega!

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  6. Hey Carrie!
    Lese deinen Blog sehr gern :) Und das ein oder andere Gericht werd ich mir mal merken und nachkochen! So langsam gehen mir nach fast 4 Semestern Studentenleben und alleine kochen die Ideen aus :P
    LG, Katha von http://hirschzeit.blogspot.de/

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  7. Tolle Bilder ! Das sieht alles soooo lecker aus :)

    lg
    Vanessa
    http://albers-fotografie.blogspot.de/

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  8. Toller Post! Die Rezepte von Atilla Hildmann find ich meist auch echt super - obwohl vegan auf Dauer nichts für mich ist!
    Würde mich freuen Posts dieser Art öfter hier zu lesen :)
    lg, Laura ♥

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  9. Ich würde mich auch total freuen solche posts öfters zu sehen:-) Ich hab da aber glaube ich etwas nicht ganz verstanden^^ undzwar: Wenn du zum frühstück Obst gegessen hast, isst du dann mittags kohlenhydratfrei? Oder zählst du Obst nicht dazu, weil es ja "gute" kohlenhydrate sind?

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