Dienstag, 28. Januar 2014

Über sich selbst hinauswachsen...

...oder auch: "Die Gedanken einer frustrierten Studentin, die an ihren Schreibtisch gefesselt ist." 

Ich schaue auf die Uhr und lese die Ziffern 12:19 Uhr. Wenn nicht gerade Uni ist, ist das ungefähr die Uhrzeit, um die ich normalerweise aufstehen würde. Noch im Schlafanzug würde ich mir dann einen Kaffee machen, gemütlich vorm Fernseher frühstücken und ganz langsam den Tag beginnen, wenn die Uhrzeit schon beinahe wieder den Nachmittag einläutet.

Heute ist das anders. Heute habe ich um 12:19 Uhr bereits eine mündliche Informatikprüfung gehalten, meine Psychologieaufgaben beendet, meine Hausarbeit in Sachkunde begonnen und sämtliche Blognachrichten beantwortet. Ob das nicht für heute an Produktivität ausreicht? Längst nicht. 

Denn sie hat begonnen. Die schlimmste aller Phasen im Jahr. Die Prüfungszeit in der Uni.
Plötzlich zählt dein Tag 38 Stunden und reicht damit noch nicht aus. Du schraubst sämtliche Lebensbedürfnisse wie Essen oder Schlafen runter auf ein Minimum, denn das kostet ja alles Zeit. Viel zu kostbare Zeit. Du fühlst dich fernab von der Welt, weil du leider nicht die Informationen im Fernsehen verfolgen darfst. Du funktionierst nur noch. Und seltsamer Weise, lässt dich das Zufriedenheit empfinden. Denn auch wenn du in keiner Sekunde so viel schaffst, wie du eigentlich schaffen solltest, überschreitest du jeden Tag wieder eine Grenze, die du vor einigen Jahren vermutlich nicht einmal am Horizont hast sehen können. Selbst wenn das Immunsystem schon heruntergefahren ist und die Krankheit dich eingeholt hat, fühlst du dich, als hättest du 8 Arme und bekommst deine Aufgaben abgearbeitet. Das Studium ist hart und was von dir verlangt wird ist noch härter. Aber aufgrund irgendeines Wunders schaffst du es immer wieder dich aufzurappeln, die bösen Gedanken an das Versagen zu verdrengen und einfach weiterzumachen. 
Du musst ja schließlich. Und du kannst auch. 

Also Kopf hoch, an alle, die das Tageslicht momentan nur durch's Fenster am Schreibtisch sehen können. Macht euch euren liebsten Tee und nehmt euch eine Decke zum Einkuscheln mit an den Schreibtisch. Wir schaffen das alles. 
Weil wir jeden Tag wieder ein Stückchen über uns hinauswachsen können.

Mein Tipp für die Lernzeit? Täglich etwas gesundes essen, anstatt sich eine Tiefkühlpizza nach der nächsten reinzuschieben. Es motiviert und macht fleißig und den Kopf frei und gesund und ist sowieso voll gut. Länger dauern muss das Kochen auch nicht unbedingt! Deshalb kommt auch bald ein neuer Ernährungsbeitrag mit ganz vielen gesunden Rezepten!
 Man muss sich eingestehen, dass man auch mal Pausen machen muss. Ich nutze meine am liebsten mit einer kleinen Inspirationssuche für den Blog oder dem aktuellen Lieblingsschmöker. Nach einer halben Stunde Quality Time geht's dann mit neu getankter Energie zurück an den Schreibtisch.
 Konzentriert euch auf das, was kommen wird, nachdem wir schulische Meisterleistungen vollbracht haben. Ganz viel Mädchenquatsch und zauberschöne, unendliche Wochenendnächte.
Meine Geheimformel? Einen Tag pro Woche für's Hobby freinehmen. Einen Tag lang mehr selbst Fotografieren und weniger Fotos aus Uniskripten analysieren. Einen Tag lang mehr Sport treiben, als Bewegungsabläufe von Kindern auswendig zu lernen. Einen Tag lang weit weg vom Schreibtisch leben.

Samstag, 25. Januar 2014

My everyday Make up Routine.

"Du hast da was Schwarzes unterm Auge." - "Isses jetz weg?" - "Ja, aber unterm anderen hast du da auch noch sowas. Und du hast übrigens Lippenstift an den Zähnen." - "Cool. Ok, danke."

Dieses Gespräch führte ich vor einigen Jahren noch beinahe täglich. Weil ich einfach nie meine Obzession und das Talent zum Schminken entdecken konnte. Dieses ganze Lidschatten auftragen, Highlighter benutzen, Make Up auflegen.. Für mich schier unmöglich! Um dieses riesen Schminkmysterium lösen zu können, bräuchte ich sicher eine jahr(zehnte)lange Ausbildung und wäre dann vermutlich erst bereit, um mein Alltags-Schmink-Gesicht der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dinge wie "Smokey Eyes" stellen für mich eine beinahe unlösbare Prüfung da.

Dennoch gibt es kaum einen Tag, an dem ich ungeschminkt aus dem Haus gehe. Nur sehe ich eben jeden Tag gleich aus. In den letzten Jahren habe ich mich nämlich darum bemüht, mein Alltags-Make-Up auszureifen. Und das hat auch insofern geklappt, als dass ich mittlerweile einen geraden Lidstrich ziehen und (meistens) die angemessene Menge Rouge auftragen kann. Ich bewundere Sina und Lu unheimlich für das, was sie mit ein paar Handgriffen aus ihren ohnehin schon schönen Gesichtern zaubern können!

Für mich zählt bei meinem Tages-Make-Up vor allem eins: es soll halten. Wenn ich morgens aus dem Haus gehe und abends wiederkomme, möchte ich nicht plötzlich aussehen, als wäre ich in strömenden Regen geraten. Es hat einige Zeit gedauert, um für mich meine richtigen Schminkutensilien zu finden - aber es hat auch geklappt. Und deshalb möchte ich euch heute meine ganz persönlichen Schminkzaubersachen vorstellen. Natürlich mit Bedacht, denn unter uns Mädels gibt es vermutlich 2345783465894635 verschiedene Hauttypen und mindestens genauso viele verschiedene Reaktionen auf die Produkte. Aber bei mir haben sie sich bewehrt und werden von mir vermutlich bis in alle Ewigkeit nachgekauft werden.
 1. Puderpinsel - #379 vom Make Up Store.
Perfekt, um nur eine ganz minimale Schicht Puder aufzutragen. 

2. Rougepinsel - "poudre précis naturel #121" von Sephora (aus Paris)
Wenn ich kräftige Rougefarben auflegen möchte, dann benutze ich gerne diesen Pinsel, weil er dann nur eine dezente Schicht auf die Wangen zaubert und nicht alles mit der starken Farbe beschichtet. 

3. Rougepinsel - von Ebelin (leider ohne gekennzeichnete Nummer), DM. 
Für alle leichten Rougefarben benutze ich diesen Pinsel, da er sehr viel Farbe aufnimmt und diese super an die Wangen abgibt. 

4. "Mascara Base" - Chanel. 
Diese weiße Mascara ist perfekt, um ein langes Wimpernergebnis zu erhalten. Zuerst die Base auftragen, trocknen lassen und danach eine normale schwarze Mascara drübertuschen. 

5. Mascara - "Volume Boost Waterproof Mascara" Essence, DM.
 Ich habe in meinem Leben vermutlich schon 347365987465 verschiedene Mascaras ausprobiert und kam zu dem Schluss, dass die günstigen Mascaravarianten in meiner finanziell sehr eingeschränkten Studentenzeit komplett ausreichen. Natürlich können die teuren Mascaras so Einiges, aber wirklich auffallend anders sehen meine Wimpern nach dem Tuschen mit der günstigeren Variante von Essence auch nicht aus.Und halten tut's genauso gut!

6. Augenbrauenpuder - "Brule" und "Omega" MAC. 
Mit den zwei Farben zauber ich mir weitesgehend Augenbrauen. Da meine Augenbrauenhärchen sehr hell sind und ich auf der einen Seite auch noch genau in der Braue eine Narbe habe, muss da etwas Farbe drüber. Der Mix der beiden Farben sorgt dafür, dass es nie (naja, fast nie..) zu dunkel oder zu hell werden kann.

7. Augenbrauenpinsel - "#266" und "#275" MAC. 
Die 266 ist die dünnere und stärkere Variante. Diesen Pinsel nutze ich, um die Farben direkt auf meine Brauen aufzutragen. Mit der 275 verbessere ich zusätzlich noch die Kanten, indem ich direkt unter und über die Augenbraue den Farbton "Brule" auftrage. 

8. Augenbrauengel - "Style Up! Eyebrow fixing gel" P2 LE. 
 Dieses Gel ist Gold wert! Vor einigen Jahren erzählte meine Mutter mir davon, dass sie damals ein fixing Gel für ihre Augenbrauen hatte. Man kann sich das wie eine durchsichtige Mascara vorstellen, mit der man die Augenbrauen fixiert, so dass sie den Tag über genau so sitzen, wie man sie haben möchte. Leider habe ich solch ein Gel noch nirgendwo entdeckt, als in einer LE von P2. Mir wurde jedoch gesagt, dass Essence so eine durchsichtige Mascara mittlerweile in ihrem festen Sortiment verkauft.

9. Lippenstift - MAC. 
Ich bin ihnen verfallen. Den MAC Lippenstiften. Sie halten stundenlang, sind kussfest (hihihi) und überzeugen mit den aller schönsten Farben! Etwas preisintensiv, aber wirklich jeden Cent wert. 
Einen Tag ohne Lippenstift gibt es bei mir kaum. Für die Uni werden die eher dezenten Töne (bsp "Pink Plaid" oder "Cherish")ausgewählt und für's Feiern am Abend darf es gerne auch mal knallen (bsp " Candy Yum-Yum" oder "Violetta")

10. Eyeliner - "Liquid Ink Eyeliner" Essence. 
An dieser Stelle ist es wieder das Selbe wie mit der Mascarawahl. Ich bin ein großer Fan von dem MAC Eyeliner, der wirklich bombenfest hält, aber auch bombenmäßig in mein Studentenkonto reinschlägt. Der Liquid Eyeliner von Essence bietet eine super Alternative und hält auch wirklich sehr gut. Man muss schon manchmal kontrollieren, ob noch alles sitzt, aber in den meisten Fällen kann man beruhigt einen haltenden Lidstrich feststellen.

11. Rouge - MAC. 
Ich konnte in meiner Teenagerzeit nie wirklich etwas mit Rouge anfangen. Morgens aufgetragen und für hübsch befunden, in der Schule angekommen nicht mehr vorfinden können. Das hat sich geändert, als ich meinen ersten Blush von MAC ausprobiert habe. Richtig aufgetragen hält dieser den ganzen Tag durch. Meine Lieblingsnuancen sind "Ambering Rose", "Dollymix" und "Style". 

12. Concealer - "Studio Finish Concealer #NC20" MAC.
Ich wünsche mir von einem Concealer, dass er alles abdeckt, was ich abgedeckt haben möchte. Er soll dabei bloß nicht alles noch schlimmer machen, indem er schwer auf den der Haut lastet und somit viel auffälliger als Rötungen ist. Der Studio Finish Concealer von MAC hält genau das ein. Ich bin begeistert und das schon jahrelang. Und der Schock aller Menschen, die zum ersten Mal meine Augenringe ohne Concealer sehen, beweist, dass der Concealer ganze Leistung vollbringt!

 13. Puder - "Mineralize Skinfinish Natural" MAC.
Dass ein Puder so leicht auf der Haut liegen kann, wie dieses es tut, war mir vorher nicht bewusst. Ich konnte das Gefühl von Puder auf meiner Haut einfach nicht ertragen, bis ich das Skinfinish von MAC ausprobiert habe. Das Puder bedeckt die Haut gleichmäßig und sorgt für ein ganz anderes Hautbild. Dass es das tut, bemerkst du allerdings nicht, weil dein Hautgefühl genau das Gleiche bleibt. 
Ganz große Perfektion, ganz große Liebe!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Masken.

 Ich dachte, ich hätte es geschafft. Ich dachte schon, dass ich diese fiesen (aber leider ehrlichen!) Gedanken zu der vergangenen Woche und den daurauffolgenden Tagen in meinem Kopf still verarbeiten könnte, ohne sie der ganzen Welt zu offenbaren. Aber wieso eigentlich?
Wieso nicht einfach mal das Blatt vorm Mund zerknüllen und zur Abwechslung auch mal die unangenehme Wahrheit auf den Blog kotzen?
Das mach ich jetzt. Etwas zu spitz und etwas zu doll, aber das muss jetzt mal sein.

Als ich vor nun schon fast 3 Jahren meinen Blog eröffnet habe, habe ich mich über jede neue Bloggerbekanntschaft gefreut, wie ein Kleinkind über ein großes Stück Geburtstagstorte. Wie toll das ist, dass man eine eigene kleine Community ist und sich über das gemeinsame Hobby austauschen kann, ohne das jemand die Lust an Nagellackgesprächen und Schminktipps verliert!
Ich habe nicht selten das Wort "Freunde" als Bezeichnung für eben diese Bloggerkollegen benutzt und muss nun leider zu dem Schluss kommen, dass das wohl ziemlich falsch ausgedrückt war. Ich gehe sogar noch weiter und begebe mich auf die Suche nach einer (hoffentlich irgendwo) verbliebenen, aber doch deutlich geschrumpften, Menschlichkeit in "Bloggern", anstatt mir die perfektionierten Supermenschen auf den Blogs anzuschauen. Das Wort "Blogger", absichtlich in Anführungszeichen gesetzt, klingt aus meinem Mund mittlerweile wie eine Beleidigung. Ich suche Ecken und Kanten, großartige Persönlichkeiten, die definitiv ganz tief in den Verfassern der Websites vorhanden sind, nur leider viel zu selten das Tageslicht sehen dürfen.

Was da passiert ist? Man hat sich kennengelernt. Man hat erkannt, dass einem in dieser blöden Internetwelt nichts gegönnt wird. Das man nicht zusammen die Bloggerszene ausmacht, sondern dass jeder gegen jeden kämpft. Die Blogvielfalt ist gigantisch, die Kooperationen mit den Firmen begrenzt. Bekommt da jemand, was man eigentlich selbst so gern haben wollte, wird er gleich auf die rote Liste geschrieben. Die Outfits auf seinem Blog sind dann automatisch schrecklich schlecht und die Person an sich eigentlich sowieso schon immer total furchtbar. 
Kennenlernen musste ich leider wirklich eine Welt, in der jeder nur sich selbst darstellt und dabei nach seiner Vorstellung natürlich Glanzleistungen vollbringt. Der eigene Blog ist dem Anschein dieser Leute nach um Längen besser, als der aller anderen und deshalb super einzigartig in dem Meer aus Modewebsites.

Wie kann das sein, dass ein Blogger heutzutage nur noch meckern kann? Das man Bloggerevents kategorisch mit dem Urteil "Scheiße" abstempeln muss, weil das ja so 0815 ist, dass die netten PR Damen Mühe in die Organisation von Cupcakes gesteckt haben, obwohl diese ja so yesterday sind! Wie kann das sein, dass "Blogger" (da war der Beleidigungston wieder deutlich zu hören!) auf Events heutzutage so unfassbar doll den Arsch gepudert haben wollen, weil sie ja schließlich die Zukunft aller Modelabels sind? Bitte, ich mag das nicht mehr hören, dann geht halt nicht hin! Ist vielleicht auch ganz, dann braucht ihr euch auch nicht so von den Cupcakes bedroht fühlen.
Auf der Fashion Week findet das Ganze seinen Höhepunkt. Mein Bauch kribbelt schon immer Wochen vorher, weil ich weiß, welche Supermenschen dann wieder in Berlin sein werden. Ich mag das, wenn man sich nach einem Jahr endlich wiedersieht und gleich eine ganze Woche hat, um sich auszutauschen. Das gleicht beinahe einem einwöchigen Feriencamp!
Leider muss ich mir im selben Moment die Frage stellen, wie es funktionieren soll, dass so unheimlich viele Blogger aus Deutschland zusammenkommen und an einem Ort vereint werden. Wie viele Augen werden dabei wohl ausgekratzt und wie viele Tote wird es geben?  
Nichts davon ist der Fall. Was wirklich passiert ist viel viel schlimmer.

 Da wird gelächelt, umarmt und zusammen fotografiert, um sich "gegenseitig zu unterstützen". Es gehen Verlinkungen online, Liebesschwüre erobern Instagram, Twitter und Co und im ganzen Zelt fliegen Outfitkomplimente durch die Luft.
Der tiefere Sinn davon? Das sind die wirklichen Tätigkeiten hinter den Nettigkeiten. Da wird Gelogen und Geheuchelt. Neid empfunden, anstatt zu Gönnen. Niemand darf eine Kollektion kriegen, die man selbst nicht hatte! Niemand darf auch nur einen einzigen Kommentar mehr erhalten, als man selbst! Niemand darf besser aussehen! NIEMAND darf besser SEIN!

Den folgeschwersten Fehler den du auf der Fashion Week machen kannst? Das ist ein guter Sitzplatz bei einer Runway Show. Die Frontrow bringt dir mehr verhasste Blicke anderer Blogger ein, als die Fashion Week überhaupt Besucher hat.

Aber wisst ihr was? Wenn ich das Glück habe, auch mal in der ersten Reihe sitzen zu dürfen, dann fühle ich mich da trotz aller Lästereien pudelwohl. Denn genau dort, wo ich die Tuschelstimmen hinter mir lassen kann und wo vor mir nichts als Laufsteg ist, da beweisen mir Namen wie Anne Gorke, Lena Hoschek oder Minx, wieso ich das Ganze mache. Sie bringen mich auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigen mir die wahre Mode. Mit Kreativität und Herz, anstatt Strategieplänen und Marketingvorschriften, um für jedes neue Like zu kämpfen.

Bei mir wird sich jetzt erst einmal geschämt. Für die Unmenschlichkeit in der Bloggerwelt untereinander. Für zu viele Masken, die über ehrliche Gesichter gezogen werden und für meine eigene Identifizierung als Blogger.
Bei mir wird sich jetzt erstmal in schlichte Kleidung geworfen. Das Bloglesen weggelassen. Verdrängt.

Es gibt jedoch auch den schönen Teil der Geschichte. Undzwar das Kapitel über die Ausnahmen. Es ist kein langes Kapitel und nur von sehr geringer Masse, dafür aber von umso größerer Bedeutung.
Ich nenn jetzt keine Namen. Die Mädels wissen das schon. Das sind diese, die ohne Lügengerüst frei stehen können und bei denen sich die Gespräche nicht nur um eine blöde selbst erstellte Website handeln, sondern auch mal um das wahre Leben. Da gehören auch viele dazu, die mit dem Bloggen ihr Geld verdienen und trotzdem auf dem Boden bleiben. Ja, das geht!

Für alle anderen wünsche ich mir stark, dass sie endlich mal den Kopf aus dem Arsch ziehen. Ich verstehe schon, für viele ist das der Beruf, der ihnen das Brot einbringt und die Miete bezahlt. Aber muss man sich dafür so verstellen?
Könnten wir uns nicht eventuell beim nächsten Aufeinandertreffen mal ohne die Masken begegenen?
Ich würde mich freuen, endlich mal ehrliche Gesichter hinter den gephotoshopten Internetfiguren zu sehen und mich darüber zu unterhalten, was euch wirklich ausmacht, anstatt darüber, was ihr euch für den Blog als neuen Leserköder ausgedacht habt.
Dieser veröffentlichte Text wird sicherlich negative Reaktionen mit sich bringen. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Es wird vermutlich Leser unter euch geben, die sich persönlich angegriffen fühlen. Aber dieser Text ist gegen niemanden direkt gerichtet. Das hier geht gegen uns als Gesellschaft und dagegen, was wir bislang leider nicht so gut schaffen, aber in Zukunft bestimmt mal schaffen könnten. 
Wenn ihr das genauso gern wollt, wie ich.

Montag, 20. Januar 2014

Fashion Week 2014 Day 3+4.

Am Donnerstag früh klingelte mein Wecker in Rostock unmenschlich früh, was mich jedoch nicht besonders unglücklich hat aufstehen lassen. In mir hat der Gedanke an das bevorstehende Event in Berlin eine solche Euphorie ausgelöst, dass mir selbst die Uhrzeit nichts ausgemacht hat. 
Die zwei letzten Tage der Fashion Week würden super werden, das wusste ich.


THURSDAY


10:00 Uhr Brunch mit Point Rouge

 Selten habe ich auf Bloggerevents solch nette Konakte geschlossen, wie mit Nadine und Mandy von Point Rouge. Umso glücklicher hat mich deren Mail gemacht, die die Einladung zu einem Bloggerbrunch am Donnerstag Morgen beinhaltete. Mit 7 anderen Bloggerinnen trafen wir uns im zuckersüßen Café Fleury und stopften uns die Bäuche voll, wie schon lang nicht mehr. Eine bessere Art, um in den Tag zu starten, hätte ich mich für diesen Donnerstag nicht vorstellen können.

17:00 Bruno Banani
 Am Abend nahm Lina mich mit zum Event von Bruno Banani in's Soho House. Das neue Parfum "Absolute Man" wurde vorgestellt und der Weg, zum entstandenen Duft detailliert erklärt. Uns wurde vorgeführt, was hinter dem (wirklich sehr sehr guten) Geruch steckt, der ab dem 8. Februar in den Läden erhältlich sein wird. Wir durften an den einzelnen Zutaten schnuppern und dann sogar selbst probieren, die Düfte im guten Verhältnis zusammenzumischen. Das Highlight des Abends war jedoch ein Workshop, bei dem wir von einem Flirtcoach einige einfache Schritte erlernten, um im Flirten selbst ein kleiner Profi zu werden. Durch seine Hilfe lernten wir zwei an dem Abend so viele nette Leute kennen, mit denen wir unheimlich lustige Gespräche geführt haben und bei welchen das "In's-Gespräch-Kommen" so leicht wie nie war.
Parfum und Abend waren also ganz nach meinem Geschmack!

FRIDAY


11:30 Uhr Anne Gorke 
 Anne Gorke. Mein Highlight! Mein ABSOLUTES Highlight der ganzen Woche!
Die Shows auf der Fashion Week sind in der Regel sehr klassisch und dementsprechend oft nicht genau das, was ich in meinem Kleiderschrank hängen haben möchte. Ein paar Artikel sind immer dabei, an die ich mein Herz verliere, aber nie so viele wie bei Anne Gorke in diesem Jahr. Für die Teile der neuen Kollektion würde ich meine Seele verkaufen! Das war Ghetto auf dem Laufsteg. Air Max. Knaller Musik. Mein Lieblingsmodel (von dem ich leider nicht ein vernünftiges Foto hinbekommen habe.) und Kleidungsstücke, die mein Herz lauter schlagen lassen. Rosa mit urbanem Flair, weiche Stoffe mit ganz eigenen Schnitten. Lässig, aber besonders. Irgendwie schlicht, aber dennoch auffällig. Da ich leider irgendwie mehr mit Begeistertsein beschäftigt war, als mit Fotografieren, kamen nicht genug gute Bilder heraus, um zu beweisen, wie perfekt diese Kollektion ist. HIER könnt ihr deshalb mal nachschauen und auch die restlichen Outfits plus Video sehen.
 Ich bin verliebt.

12:00 Uhr Fashion Blogger Café

Das Fashion Blogger Café von Styleranking hat für mich den Abschluss der Fashion Week gebildet. Im Kosmetiksalon Babette am Alexanderplatz konnten sich an dem Tag alle alle alle Modeblogger/Innen versammeln und zusammen Liebe austauschen. Für mich war der Tag ganz groß, weil ich so viele Freundinnen aus anderen Städten und auch aus Berlin wiedersehen konnte, die ich sonst leider nicht so oft sehen kann. Meine Angela war da und Eileen und Toko und Masha und Leni und Jana und und und und und. Es gab schöne Fotowettbewerbe an denen man teilnehmen konnte und die noch am selben Tag ausgewertet wurden. Es gab eine Ecke, in der man zusammen mit DaWanda Kosmetiktaschen basteln konnte, bei denen wirklich wunderschöne Exemplare entstanden. Es gab Vorträge zu sehr wichtigen Bloggerthemen, denen man lauschen konnte.
Achso und, naja, klar.. es gab Cupcakes! Beinahe hätte ich die Quintessenz eines Bloggertreffens vergessen!

Samstag, 18. Januar 2014

Fashion Week 2014 Day 1+2.

Die Benennungen von Tag 1 und 2 sind hierbei relativ. Ganz offiziell startet die Fashion Week immer erst am Dienstag, da aber am vergangenen Montag auch schon Veranstaltungen waren und ich den Mittwoch eh blau gemacht habe und zur Uni gefahren bin, stellten Montag und Dienstag für mich also die erste Hälfte der Fashion Week dar. Ganz fest vorgenommen habe ich mir in diesem Jahr einen stressfreien Ablauf der Modewoche. Ich habe mich für weniger Shows akkreditiert, bin nicht direkt auf jede Einladung eingegangen und habe mich auch bei den Offsite Shows sehr zurückgehalten. Jetzt ist die Woche vorbei und ich liege halbtot auf der Couch. Was da schon wieder passiert ist und wieso mein Plan nicht ganz aufging, erzähl ich euch. Heute gibt es wieder alles in  zeitlichen Abschnitten und ganz vielen Details, so wie im letzten Jahr. 
Viel Spaß beim durch-die-vielen-Bilder-und-Wörter-Wühlen.
MONDAY

 12:00 Uhr - Zeit Magazin Konferenz "Mode und Stil"

 Um 09:30 Uhr klingelte am Montag Morgen mein Wecker. Eine humane Zeit. Eine sehr sehr humane Zeit, was den Start der Fashion Week angeht. Mein erster Termin stand erst um 12 Uhr an und ließ es deshalb zu, in Ruhe aufzustehen, die Haare mit dem Glätteisen zu bearbeiten und mit Frühstück im Bauch aus dem Haus zu gehen. Zusammen mit Lois habe ich dann eine Konferenz der Zeit besucht, auf der viele verschiedene Referenten sich zum Thema Jugendmode geäußert haben. Besonders passend fand ich die Aussage von Tillmann Prüfer, dem Style Director vom Zeit Magazin, dass es keine direkte "Jugendmode" mehr gibt, da es ja ebenso wenig noch eine klar definitierte "Erwachsenenmode" gibt. Ein Beispiel dazu? "In Berlin sterben die alten Menschen schließlich noch in ihren Nikes!" Und da kann ich überzeugt zustimmen.

Genau bei diesem Treffen verkündete Lois mir, dass sie die am Abend anstehende Show in ihrem zauberhaften Glitzerjumpsuit besuchen wird. Von Lina erfuhr ich ein paar Minuten später, das ihr Kleid für den Abend bodenlang und silber sei. Ich saß dort im Pullover, einfachen Jeans und Stiefeletten, ging im Kopf den Inhalt meines in Rostock sehr durchdacht gepackten Koffer durch und verfiel in Panik. Denn das das so schick werden würde, ahnte ich beim Packen nicht. So ganz ohne Stress klappt das also bei der Fashion Week wohl nicht. Leider.


 15:00 Uhr Glam Media
Picture by www.stylish.de

Um 14:00 Uhr stand das große Wiedersehen mit Lina in ihrem Hotel am Hauptbahnhof an. Die Lage kam mir sehr gelegen, so konnte ich noch schnell bei Görtz ein Paar Pumps abstauben (DANKE SALE!) und im Kopf zu meinem Overall von meiner Abiverleihung kombinieren. Abendoutfit geplant, prima. Kurze Verschnaufpause auf Linas Bett mit dem obligatorischen Glas (oder Zahnputzbecher) Sekt und anschließend fuhren wir zusammen zum Get-together von 
Glam Media. Lecker Essen, super Menschen und Mitbloggerinnen, gute Musik und die Hair und Make Up Behandlung von Kim Stolics Team. Egal wie zerzaust wir alle vor Ort ankamen, als wir das Café verließen, glänzten unsere Haare und fielen in schönen Locken auf unsere Schultern herab. 
Die Perfekte Vorbereitung für die Abendplanung!



  19:00 Uhr Stylight Fashion Blogger Award
Picture by www.stylight.de
In diesem Jahr fand zum ersten Mal die Verleihung des Fashion Blogger Awards von Stylight statt. Im offiziellen Fashion Week Zelt am Brandenburger Tor wurden die Türen extra einen Tag früher geöffnet, um uns Modeblogger aus ganz Europa zu empfangen. Die wunderbare Chiara Ferragni hat moderiert, Kristina Bazan hat direkt aus dem Backstage Bereich berichtet und 4 Kategorien wurden mitsamt den nominierten Bloggern vorgestellt. Gewonnen haben Negin Mirsalehi in der Kategorie Most Promising Fashion Blog, Aida Domenech für den Best Style Fashion Blog, Louise Ebel als Most Creative Fashion Blog und Kenza Zouiten ( I LOVE!) in der Kategorie Most Influential Fashion Blog. Im Programm fand noch eine Runway Show von Mavi statt, in der uns die neue Winterkollektion vorgestellt wurde, und der talentierte Sänger Andreas Wijk aus Schweden trat auf. Zusammen mit Lina Mallon und Anna Frost habe ich zugeschaut, gelacht und mich an dem schönen Abendprogramm erfreut. Jetzt schon freue ich mich auf die nächste Verleihung des Stylight Fashion Blogger Awards!


TUESDAY

11:43 Uhr ungewolltes eigentlich-Lena-Hoschek-Frühstück
Pünktlich aufgestanden. Pünktlich losgefahren. Pünktlich angekommen. 
Keinen Parkplatz gefunden. 
Die Runway Show von Lena Hoschek, die übrigens in jedem vergangenem Jahr meine Lieblingsshow war, hat begonnen ohne dass ich überhaupt einen Fuß in das Zelt gesetzt habe. Trauer! Dicke fette Trauer!
Weil das Schmollen an dieser Stelle nur sehr wenig gebracht hätte, habe ich mir die Wartezeit vertrieben und ein kleines Frühstück in der Form von Sekt zu mir genommen. Das richtige Frühstück hat am Morgen leider nicht mehr geklappt, weil schon die 3 Events am Montag ausgereicht haben, um für Müdigkeit am Dienstag zu sorgen. Obwohl ich doch eigentlich gar keinen Stress haben wollte, lief das also auch alles irgendwie wieder nicht nach Plan.

13:00 Uhr Rebekka Ruétz
Rebekka Ruétz überzeugte in der Show mit starkem Stoffmix von Leder zu weich fallender Seide. Als alltagstauglich empfand ich die Kollektion nicht unbedingt, aber wenn wir ehrlich sind, entspricht das wohl den wenigsten Kleidungsstücken, die auf der Fashion Week vorgestellt werden. Das macht das Ganze ja auch so wunderbar! Auch im kommenden Jahr setzt Rebekka Ruétz immernoch auf Vokuhila-Schnitte, die aber mit den langen Schleppen ihrer Kleider auch ganz besonders hübsch aussehen.

14:00 Uhr Sopopular
 Die Show von Sopopular hat sich in mein Gehirn gebrannt! Eine sehr aufgewühlte Musik in Kombination zu markanten, ernst schauenden Modelgesichtern und klassischer - guter - Männermode. Alles in Allem doch ein wenig Angst einjagend, aber vermutlich genau deshalb effektiv, um im Gedächtnis zu bleiben.

15:00 Uhr Marc Stone
Der Schweizer Designer Marc Stone hat seine Kollektion der Männermode diesmal doch auf eine etwas besonderere Art als sonst vorgestellt. In Kooperation mit der Unterwäschefirma Tecidofino eroberten plötzlich Männermodels in Marc Stone Hemden und.. Tecidofino Schlüpfern den Laufsteg! Die überraschten Gesichter im Publikum spiegelten genau das wider, was in diesem Moment auch in meinem Gesicht von Statten ging. Eine völlige Entgleisung und gleichzeitig Begeisterung. Nett, sehr nett und gerne wieder. Abgesehen von den hübschen Männerbeinchen habe ich mich nämlich unsterblich in die Hemden von Marc Stone verliebt. Davon muss ich jetzt nur noch den Superfreund überzeugen...

 16:00 Uhr Alina Akhmadullina
Dank meiner lieben Lois durften wir zum aller ersten Mal Backstage die Vorbereitungen einer Fashion Show miterleben. Bei den Models von Alina Akhmadullina's Runway Show waren Make Up und Haare waren schon gemacht und schließlich erlebten wir die Models beim Ankleiden und den letzten Vorbereitungen zur Show. Ich habe noch nie so viele Pflaster an Füßen oder in Schuhen gesehen, wie in diesem Ankleideraum! Ernst schauende Stylistinnen, die in den letzten Minuten vor der Show an den Kleiderstücken herumzupfen oder nochmal eben eine Haarsträhne stärker antoupieren. Mitarbeiter, die dem Anschein nach auch nur aufgeregt im Kreise herumlaufen und darauf hoffen, dass bei der Show alles gut geht und eine riesen Wolke Anspannung in der Luft. Die Stoßgebete wurden anscheinend erhört, denn die Show war klasse! Bezaubernde Muster in vielen verschiedenen schönen Farben an strahlenden Models. Klassisch und hübsch, super Kollektion!

5 Stunden im Zelt reichen, um einem menschlichen Körper jegliche Kraft zu rauben, den Magen vor Hunger zusammenschrumpfen zu lassen und Müde zu machen, sodass man in den nächsten Sekunden umzukippen droht. Mit dem Bewusstsein, am selben Abend noch mit dem Auto nach Rostock fahren zu müssen, verabschiedete ich mich von dem schönen Plan, noch beim Blogger Bazaar vorbeizuschauen, fuhr nach Hause, stopfte mich mit allem voll, was die Küche herzugeben hatte und setzte mich schließlich mit einer riesen Kanne voll Kaffee in's Auto, um zwei Stunden später in Rostock neben dem Superfreund einschlafen zu können und alles zu verarbeiten, was ich an dem Tag gesehen - oder eben wie im Falle Lena Hoschek nicht gesehen - habe.

Outfit of the Day
Pullover: TK Maxx // Skorts: Zara // Clutch: Monki // Shoes: New Yorker // Hairband: Primark

Samstag, 11. Januar 2014

Animals.

Klar, so eine goldene Kette mit Bling Bling Steinchen drin, finde ich super schick. Einen Ring mit großem Stein trage ich auch gerne und Ohrringe mit Federn dran find ich klasse! 
Aber was ich wirklich liebe, das sind Tiermotive. Als Kette, Armband oder Ring, das ist ganz egal.
Ich weiß nicht wieso, aber Schmuckstücke in der Form von Tieren bekommen von mir die meiste Liebe zugeschrieben.
Ob nun Ringe mit französischen Bulldoggen, Füchsen oder Dinosauriern dran, ein Fisch im Ohr oder zwei Giraffen als Armreif.  Unwichtig, welche Tiere an den Schmuckstücken hängen, für mich bedeuten sie die ganz große Liebe. Wie süß kann das Leben sein, wenn man mit einem kleinen Fuchs am Finger durch die Straßen läuft? Zuckersüß!

Meine erste Anlaufstelle zum Tierschmuckkauf ist Monki. Immer wieder verstecken sich in der Schmuckabteilung neue Tierfiguren, die mich wirklich jedes Mal überzeugen. Gibt's jemanden unter euch, der das genauso gern mag? Und vielleicht einen geheimen Einkaufstipp? Ich will mehr Tiere!
Aber bitte nur als Modeschmuck und nicht als Schal um den Hals. ;-)
Giraffenarmreif: MONKI
 Bulldogenarmband und Bulldoggenring: MONKI
Fuchsring: MONKI
Fischohrring: MONKI
 Dinosaurierring: H&M DEVIDED

Donnerstag, 9. Januar 2014

Der Käfer mit dem dicken Po.

Manchmal frage ich mich, wie verwirrt und durcheinander die Modewelt heutzutage wirklich ist. Und was sie mit meinem Kopf macht. Nicht selten laufe ich durch ein Geschäft, schaue mir ein Teil an, das mir direkt im ersten Augenblick in die Augen springt, weil es so besonders aussieht, und entscheide mich für die Meinung "Ihgitt, das ist furchtbar!" Es geht meistens sogar so weit, dass ich mir die Frage stelle, was für Menschen diesen Artikel wohl kaufen, weil er so eindeutig daneben ist. Da handelt es sich dann meistens um ausgefallene Schnitte, auffällige Muster oder ungewohnte Accessoires. Abends jedoch, wenn ich im Bett liege, wird dieser Artikel dann oft unbewusst in meinen Kopf zurückgerufen. Aber anders. Gut belegt nämlich und gar nicht mehr so furchtbar, wie ich ihn ein paar Stunden zuvor gesehen habe. Ganz plötzlich verspüre ich dann den Wunsch, direkt am nächsten Tag wieder in den Laden zu gehen und dieses Teil unbedingt zu kaufen! So unbedingt, dass ich kaum einschlafen kann, aus Angst, es könnte jemand vor mir kommen und es kaufen - klar, mitten in der Nacht - aber doch, das denk ich dann jedes Mal. So lief es mit meinem weißen Lieblingscardigan und mit meinen Katzenohren und halt eben auch mit diesem kupferbeigen Pullover. Er hing bei TK Maxx an dem SALE Ständer, als ich ihn entdeckt habe. Mir kam direkt der Gedanke, dass der Popo durch den komischen Vorhang gigantisch aussehen muss, wenn man diesen Pullover trägt. Oder das man einem Käfer mit kleinen Flügeln ähnelt. 
Pullover anprobiert. Beides traf ein. Pullover zurückgehängt. 
Aber abends im Bett kam er dann wieder in's Gedächtnis zurückgekrochen und hakte sich da fest. Am nächsten Tag blieb mir also nichts anderes übrig, als bei TK Maxx diesen Pulli zu kaufen, um die laute Stimme im Kopf zu beruhigen. Das habe ich dann gemacht und zu Hause direkt wieder bemerkt, dass man in diesem Pullover halt eben einfach aussieht wie ein Käfer mit dickem Po. So lag der Pulli dann ganz lang im Schrank drin, bis ich ihn letztens dort gefunden habe. Und wisst ihr was? Jetzt mag ich ihn richtig gerne! Mir ist das egal, ob der Po darin dick aussieht. Wenn man mich mit einem Käfer vergleichen möchte, kann man das auch gern tun. Ich fühle mich wohl. Und so handhabe ich die Sache jetzt einfach. Der Pullover durfte in mein Herz hinein und wird jetzt auch immer ganz vorn im Schrank liegen. Direkt neben dem Cardigan und den Katzenohren.

Pullover: TK Maxx // Shoes: Nike // Necklace: Bijou Brigitte // Lips: MAC "Morange"

Sonntag, 5. Januar 2014

New Year's Eve.

Um 23:59 Uhr stand ich dort also mit meinen Superfreunden auf einem Steg in Berlin und zählte den Countdown der letzten Sekunden des Jahres 2013 laut mit. In meinem Kopf entstand der starke Drang danach, mir mindestens einen wirklich wichtigen Vorsatz für das neue Jahr zu überlegen, bevor die Zeit abgelaufen ist. Ich wollte einen, nur einen einzigen Wunsch haben, mit dem ich 2014 beginnen kann und an den ich mich das ganze Jahr halten kann, um ihn zu erfüllen.

Ich sollte wieder versuchen, meinen fitten Körper aus dem letzten Sommer zu erreichen. Mehr Sport treiben und diese fettige Pizza weg lassen. Auf Fleisch zu verzichten möchte ich auch beibehalten. Das hat bis jetzt schließlich super gut geklappt. Meine Haare verdienen viel mehr Aufmerksamkeit. Gleich morgen gehe ich los und kaufe mir eine neue Haarpflege. In diesem Jahr sollen sie glänzen und gesund fallen. Meine Wohnung möchte ich dauerhaft ordentlich halten. Einen großen Wäscheberg gibt es ab jetzt nicht mehr. Immer wenn ich etwas nutze, stelle ich es gleich an seinen richtigen Ort zurück. Und mein Sparschwein hole ich aus dem Schrank. Dort stecke ich dann immer das Geld rein, das am Ende des Monats übrig bleibt und kaufe mir irgendwann etwas schönes davon. Ein Minus auf dem Konto wird es dieses Jahr nicht bei mir geben. In der Uni starte ich extra ehrgeizig durch. In jeder Vorlesung mache ich mir mindestens zwei Seiten Notizen und hefte immer alle Skripte ordentlich ab, damit kein Blättersalat entsteht. Die Texte durchforste ich mit allen bunten Markern, die ich finden kann, damit ich in der Prüfungsphase schon alles wichtige im Text erkennen kann und das Lernen schneller geht. Dann lasse ich mir natürlich noch Flügel wachsen, weil das so hübsch aussieht, lerne, wie ich mich von einem zum anderen Ort beamen kann und erfinde das Abschminken per Fingerschnipsen, damit das vor dem Schlafengehen nicht immer so lang dauert.

Um 00:00 Uhr kam mir ein Gedanke. 
Ich wünsche mir, dass das Jahr 2014 genau so grandios wird, wie 2013.

Ich möchte meine Erlebnisse mit den gleichen Menschen teilen. Egal wie viel ich dabei wiege, wie unordentlich meine Wohnung zu dem Zeitpunkt ist, oder mit wie vielen verschiedenen Textmarkern ich meine Uniskripte versehen habe. Wenn meine Supermenschen da sind, ist alles gut.

Silvesteroutfit: Jacket: H&M Kids (momentan im Sale für nur 7€!!!) // Shirt: H&M // Pants: H&M // Shoes: Vans via Zalando // Hairbow: Tiger // Lips: MAC "Morange"