Donnerstag, 27. Februar 2014

One day maybe we'll be old.

In anderthalb Stunden darf ich mich offiziell als 22-Jährige bezeichnen. Ich halte es für den perfekten Zeitpunkt, um mal über das Altern nachzudenken. Schon immer, wirklich immer immer, fürchtete ich mich davor, älter zu werden. Ich hatte Angst, etwas zu verpassen, etwas gehen zu lassen und vor allem, ZU alt für etwas zu sein, das ich eigentlich noch so gern machen würde. Heute sitze ich hier und muss einsehen, dass ich mich in meinem momentanen Alter wohler fühle als je zuvor. Ich freu mich auf die 22.

Damals wollte ich die Phase nicht gehen lassen, in der ich endlich mit Muttizettel in Clubs gehen durfte.
Ich wollte Freunde nicht gehen lassen, obwohl sie sich mir gegenüber eigentlich nicht fair verhielten.
Ich hatte Angst, dass der Moment vergeht, in dem ich zum ersten Mal ohne Eltern Silvester feiern durfte.
Nichts habe ich mir mehr gewünscht, als dass ich ewig im Minikleid und High Heels die Nächte durchtanzen könnte.

Und jetzt muss ich lächelnd einsehen, dass ich heutzutage nichts von dem gern machen würde. Das ist Vergangenheit. Wunderbare Erinnerungen, die aber auch besser Erinnerungen bleiben sollten. Sie passen nicht mehr zu mir. Denn ich habe mich in den letzten zwei Jahren selbst gefunden.
Ich habe für mich herausgefunden, wonach ich suche und was ich schon längst gefunden habe. Was ich so sehr schätze und was mir in meinem Leben wichtig ist. Wer weiß, ob ich nicht genau in diesem Moment in 5 Jahren über meinen momentanen Lebensstil schmunzeln muss? Aber dann bin ich mir sicher, dass mein 27. Lebensjahr genauso grandios wird. Weil ich es mir in Zusammenarbeit mit den Menschen, die mir wichtig sind, zauberschön machen werde.
 Neu ausprobiert und für wunderbar befunden? Kure Bazaar (via PointRouge) und die Miracle Shine Reihe von Aussie. Unbedingt weiterzuempfehlen!
 Geschäftstrinken mit Ihipster und ein bisschen Kultur in Berlinitown
 Freizeit vs Arbeitszeit
 NEW IN: Superzeug von Ihipster / HelltagDef Shop / Bijou Brigitte

Samstag, 22. Februar 2014

DIY Cut Outs.

Ihr kennt das.. man steht vor dem Kleiderschrank - einem wirklich großen und prall gefüllten Kleiderschrank - aber es ist einfach nichts drin. Man hat nichts zum Anziehen, obwohl da so viel Stoff auf den Bügeln hängt. Nichts, was man nicht schon mindestens 587234356 Mal getragen hat und nichts, was einen an diesem bestimmten Tag zufrieden stellen würde. Aber wieso sind denn dann überhaupt so viele Kleidungsstücke im Schrank? Bei mir ist der Grund eindeutig: weil mindestens 30% davon schon jahrelang nicht mehr getragen wurden und langsam aber sicher in den hinteren Schrankecken versauern. Fest steht: ich will was Neues! Aber schon wieder Geld ausgeben muss auch nicht unbedingt sein. Also nehme ich mir vor, auf die Suche nach Inspiration zu gehen und einfach etwas Neues aus einem Altem Kleidungsstück zu zaubern. Ein bisschen auf www.fashionchick.de rumgestöbert und schon wird mir klar, was ich zaubern möchte. Immer wieder tauchen dort die wunderschönsten Cut Out Stücke auf. Das will ich auch! Also mit ganz viel Motivation ein super altes T-Shirt aus dem Schrank gekramt und drauf los gebastelt. Das Ergebnis? Ich darf mich jetzt selbst mit meinem alten neuen Cut Out Shirt im Spiegel bewundern und zufrieden feststellen: da war also doch was zum Anziehen im Schrank.
1. Ein altes Shirt aus dem Schrank suchen. Eines, das man auch nicht vermissen würde, wenn man sich aus Versehen verschneidet.

2. Einen Textilstift (oder Edding) und eine Schere bereitlegen. 

3. Die gewünschte Stelle des Taillenausschnitts mit dem Stift markieren und mit der Schere entlang der Schnittlienie schneiden. Aber Vorsicht! Lieber erst einmal einen kleineren Ausschnitt wählen, bevor am Ende die halbe Brust plus Bauchnabel raushängt!

4. Mit den ausgeschnittenen Stoffteilen eine Schleife um das Verbindungsstück von Ober- und Unterteil des Shirts binden. Fertig! 
Am besten funktioniert das DIY mit einem stinknormalen T-Shirt-Stoff. Seid bloß vorsichtig, dass ihr kein Material wählt, dass sich beim Zerschneiden verfranst oder zusammenzieht.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Minnie Mouse.

Nur noch 9 Mal schlafen, dann habe ich Geburtstag. Der 28. Februar ist deshalb immer ein Tag im Jahr, auf den ich mich ganz besonders freue. Ich bin zu Hause, feier mit den Superfreunden zusammen und ess Mamas (jedes Jahr wieder perfekten) Geburtstagskuchen. Momentan kann ich mir darüber aber leider nicht viele Gedanken machen. Viel eher pocht die Zahl 13 in meinem Kopf rum. Denn ich muss ebenso auch nur noch 13 Mal schlafen, bis meine Mathe Prüfung in der Uni ansteht. Ihr ahnt nicht, wie schwer mir Mathe fällt und deshalb befinde ich mich momentan den größten Teil des Tages in der Bibliothek, um zu lernen. Glücklicher Weise fällt es mir immer leichter und ich muss mal wieder erkennen, dass selbst Mathe mit viel viel Lernen und Üben funktionieren kann. 
 Im Nachhinein würde ich jetzt gerne nochmal meine Matheklausuren in der Schule schreiben! Da würde ich vermutlich einige schlechte Noten auf dem Zeugnis wett machen können..
Meinem langweiligen Alltag entsprechend, fallen aber momentan auch meine Outfits nicht sonderlich spektakulär aus. Warmer Pulli, schlichte Jeans und gemütliche Sneakers. Am liebsten mit bunten Farbmunstern, um etwas fröhliches in die Lernödnis herein zu mischen. Was könnte da besser passen als mein Minnie Mouse Pullover und meine neuen Nike Blazer vom Def Shop? Nichts, stimmt, seh ich genau so. Und deshalb gibt es heute Disney zur Stochastik.
Pullover: Primark // Pants: H&M // Shoes: Def Shop

Sonntag, 16. Februar 2014

Valentine's Day.

Das Team von Crocs hat mich vor einiger Zeit zu meiner perfekten Vorstellung vom Valentinstag befragt. Mit dem klischeehaften Wunsch nach Pralinen und Schmuck konnte ich nicht anworten, viel mehr mit einer stark unkonventionellereren Antwort. Am Valentinstag steht für mich viel mehr das Lieben an sich im Mittelpunkt, als das dringende mit-dem-Partner-im-Restaurant-sitzen. Natürlich ist das schön und ich mach das auch gerne, versteht mich da nicht falsch. Aber das heißt doch nicht direkt, dasss man den Valentinstag verfluchen muss, nur weil man zu dem Zeitpunkt nicht mit einem sexuellen Partner liiert ist. Man hat doch so viele andere Menschen um sich herum, die es täglich genießen, von einem geliebt zu werden. Sei da die Familie oder auch die Freunde, die sicherlich gerne Zeit am Valentinstag verbringen möchten. Wieso muss man böse Flüche auf Facebook veröffentlichen, anstatt sich die beste Freundin zu schnappen und mit ihr eine Pizza essen zu gehen? Den Bruder, um das Kino zu besuchen oder auch einfach den Hund, um auf der Couch zu schmusen. Denn genau so haben wir das gemacht. In meiner Familie standen nicht die Rosen im Vordergrund, sondern wir. Der Valentinstag für uns? Ein Tag, an dem genossen wird, was man hat. Undzwar so:

Meine Eltern
 Meine Eltern sind so ca seit einer Abermillion von Jahren zusammen. Sie sind das einzige Paar, das ich kenne, das nach so langer Zeit immernoch eine so feste Bindung zueinander hat. Doch einen Valentinstag zu feiern, kommt den beiden nicht in den Sinn. Natürlich schenkt mein Vater meiner Mutter auch mal Blumen, aber wieso direkt am 14. Februar? Viel eher gefiel es ihnen, unseren Hund anzuleinen und den Tag zu dritt im Wald zu verbringen. So, wie sie es gerne haben. So, wie sie ihre Zeit gerne miteinander verbringen. Denn das ist doch das Einzige was zählt. 
Meine Schwester
Am 14. Februar bekam meine Schwester von ihrem Mann rosane Tulpen geschenkt. Sie liebt rosane Tulpen. Er schenkte sie ihr, weil Valentinstag war. Und sie freute sich sehr darüber. Aber wenn man sie fragen würde, wäre das sicherlich nicht das schönste am Tag für sie gewesen. Es ist wohl viel eher der Gedanke gewesen, dass das ihr Alltag ist und das eben dieser Alltag ganz wunderbar ist. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Mit dem Sohn auf der Couch sitzen, ihm ein Buch vorzulesen und dankbar für das zu sein, was sonst immer so selbstverständlich erscheint, das wird vermutlich das schönste für sie gewesen sein, das am Valentinstag passiert ist.

Der Superfreund und ich
Und wir? Wir brauchten uns auch nichts schenken, weil wir doch eigentlich alles haben. Wozu etwas kaufen, wenn ich mir stattdessen auch einfach direkt den Superfreund schnappen und mit ihm über den Feldweg nebenan schlendern kann? Ein bisschen Sonne genießen, frische Luft einatmen und kurz alles andere vergessen. Am Abend wurde der für den Valentinstag ja ach so obligatorische Kinobesuch von einem Game of Thrones Marathon auf der Couch abgelöst und der angeblich von allen Frauen geforderte Restaurantbesuch durch fettiges Essen in Alufolie vom Lieferservice nebenan ausgewechselt. Das war perfekt.

Wozu also darüber meckern, dass der Valentinstag nur für blöde Pärchen ist? Wozu enttäuscht sein, wenn der Freund den Geschmack beim Schmuckgeschenk nicht getroffen hat? 
Wozu nicht einfach mal dankbar sein, dass man die Menschen um sich hat, die man so sehr mag?


Danke an Crocs für das Bereitstellen unserer Valentinstagsschuhe!

Freitag, 14. Februar 2014

First Apartment.

Vor nun schon über einem Jahr, habe ich zum ersten mal die Tür meiner ganz eigenen Wohnung aufgeschlossen. Zusammen mit dem Superfreund habe ich monatelang gesucht, um etwas passendes zu finden und das letzendlich auch zugesagt zu bekommen. Endlich eingezogen, haben wir uns das geschaffen, was uns glücklich macht. Unseren Wohlfühlraum, den Rückzugsort, das eigene zu Hause. Hätte man mich vor einem Jahr auf das Thema "bei Mama und Papa ausziehen" angesprochen, hätte ich vermutlich laut angefangen zu lachen und dem Fragensteller einen Vogel gezeigt. Ich zieh noch nicht aus! Ich lieb das bei meinen Eltern! Aber nichts da. Da war der Superfreund, der zum Studieren in den Norden gezogen ist und die blöden Berliner Universitäten, die mich sowieso nicht haben wollten. Also stand auch für mich fest, dass ich nach Rostock ziehen werde. 
In diesem Jahr habe ich eine Menge Erfahrungen gemacht, was die erste eigene Wohnung, das Zusammenziehen mit dem Freund und meine Einrichtungsgeschichten angeht. 
Da wir alle irgendwann an diesen Punkt gelangen, gibt es jetzt meine kleinen Tipps und Tricks:

Viel, viel, viel Zeit einplanen
Ich habe nicht mitgezählt, bin mir aber sicher, dass wir mindestens 32476345764 Wohnungen besichtigt haben und davon  32476345763 Absagen erhalten haben. Wohnungsbesichtigungen wurden nicht selten zu 20igst durchgeführt und am Ende hat dann der gewonnen, der schon alle Unterlagen beihatte und direkt vor Ort unterschreiben konnte. Die Wohnungssuche macht müde und keinen Spaß und ist sowieso voll blöd. Also fangt früh genug an, um euch von dem Stress nicht unterkommen zu lassen. Wichtig ist: das ist meine Erfahrung! Freunde von mir gingen spontan los, fanden die Traumwohnung und zogen ungefähr eine Stunde später auch schon ein. Aber um kein Risiko einzugehen, muss man eben mit dem Schlimmsten rechnen.

 Vorbereiten, um Geld zu sparen
Schon ganz ganz lang habe ich für die Wohnung gesammelt und alles mögliche in Kisten verpackt, was mir für ein selbstständiges Leben wichtig erschien. So brauchte ich nicht direkt am Umzugstag alles mögliche besorgen und dabei vermutlich noch die Hälfte vergessen, sondern habe nach und nach zusammengetragen, was in einer Wohnung vorhanden sein sollte. Nicht nur einmal habe ich bei meiner Mutter im Schrank gekramt und gefragt "brauchst du das noch oder darf ich das haben?". Sie war sogar so nett, mir zu Weihnachten einen Adventskalender zu basteln, der jeden Tag eine Kleinigkeit für die Küche beinhaltete. So war für Teelöffel, Gemüseschäler und Salzstreuer schon früh gesorgt! Schaut euch am besten im Umfeld eurer lieben Erwachsenen um, was sie abzugeben haben, denn da wird immer was dabei sein. Besonders bei den Müttern, die - so wie meine - unter der bösen Tupperwarensucht leiden!

 Auf die günstigen Alternativen ausweichen
Klar träumt man immer von den perfekt ausgestatteten eigenen 4 Wänden und malt sich aus, wie wunderbar das alles aussehen kann. Das habe ich genauso gemacht! Aber wenn man dann im Möbelgeschäft steht, zerplatzen die ganzen Träume plötzlich. Man braucht auf einmal viel mehr, als man ursprünglich dachte und das ist dann auch alles noch deutlich teurer, als geplant. Da wird dann schnell mal ein Wäscheständer wichtiger, als die süßen Kerzen, die man für das Wohnzimmer gedacht hatte. Deshalb braucht die Wohnungseinrichtung ganz viel Organisation und man selbst muss sich eingestehen, dass man halt erstmal ein wenig zurückstecken muss. Besonder bei uns beiden ist die Finanzierung durch unsere Eltern die einzige Möglichkeit, überhaupt in der eigenen Wohnung wohnen zu können, um in Rostock zu studieren. Und die Eltern möchte man ja eigentlich eher ungern finanziell belasten. Einige Möbel haben wir deshalb schon aus unseren Kinderzimmern mitgebracht, um möglichst wenig neu kaufen zu müssen. Und um dann noch beim Möbelkauf letzendlich möglichst günstig wegzukommen, haben wir nicht in erster Linie auf das Aussehen geachtet, sondern meistens einfach die günstigste Option genommen. Wenn ich ganz frei, ohne jegliche Finanzierungsprobleme einrichtien könnte, dann hätte ich am liebsten dunkelbraune, superalte Schränke mit abgerundeten Beinen aus dem Antiquitätengeschäft besorgt! Aber was nicht ist, kann ja noch werden.  Und wenn ich jetzt mal was ganz gemeines sagen darf: an die Pärchen, die zum ersten Mal zusammenziehen, seid euch über die Risiken bewusst. Wer weiß, ob das klappt oder ob im Endeffekt die teuren, erst kürzlich angeschafften Möbel im Trennungsstreit aufgeteilt werden müssen?

Eine gegenseitige Privatsphäre einrichten
Wir haben von Anfang an ausschließlich nach 2-Zimmer-Wohnungen gesucht. Jeder von uns sollte auch mal die Tür hinter sich zumachen können. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich lieb den Superfreund doll und will den auch eigentlich immer um mich herum haben.. Aber eben nicht, wenn ich grad meine Mädenserie gucken oder einfach lernen mag, ohne dabei seine Musik hören zu müssen. Die Aufteilung war schnell klar, sein Schreibtisch und Kleiderschrank im Schlazimmer, mein Schreibtisch und Kleiderschrank im Wohnzimmer. Und das klappt prima. Ihr ahnt nicht, wie schön das ist, den ganzen Tag in getrennten Zimmern zu lernen, sich ab und zu für ein Küsschen zu besuchen und abends ins gemeinsame Bettchen krauchen zu können. 

Geduldig sein und sich selbst finden
Bevor wir zusammengezogen sind, waren wir knapp 3 einhalb Jahre zusammen. Wir haben fast nie eine Nacht getrennt verbracht, sondern sind möglichst immer nebeneinander eingeschlafen. Zu oft sehen - das gab es bei uns nie. Aber dennoch ist dieses 24/7 beieinander sein dann doch noch was anderes. Da ist es ganz egal, wie lang oder kurz man zusammen ist, man muss sich da einfach arrangieren. Plötzlich hat man die gemeinsame Dreckswäsche, die in die Waschmaschine muss, den staubigen Belag auf den Schränken, den man beseitigen sollte und das benutzte Geschirr in der Küche, das sich zu immer höheren Geschirrtürmen entwickelt. In der Beziehung tauchen nach und nach immer neue Konfliktpunkte auf, für die man eine Lösung braucht - und diese zu finden, kann etwas Zeit beanspruchen. Bei uns kam es in den ersten Wochen und eventuell sogar noch Monaten öfters zu Reibereien als sonst. Und um diese zu klären, muss man Zeit einplanen. Gebt euch nicht direkt auf, weil ihr denkt, dass ihr euch plötzlich über so einen Blödsinn streitet - wartet aber auch nicht zu lang ab, wenn es einfach nicht funktionieren möchte. Wir haben unseren Weg gefunden und sind jetzt unheimlich zufrieden, aber es geht eben auch anders. Lasst eure Beziehung nicht daran scheitern, dass euch diese Konflikte zu viel sind. Dann sucht ihr euch eben doch getrennte Wohnungen und lasst euch mit dem Zusammenziehen noch ein wenig Zeit. Aber ihr habt euch dann immerhin nicht durch herunterzubringenden Mülltüten kaputt machen lassen.

Den GEMEINSAMEN Stil finden  
Mit mir zusammenziehen, ist nicht ohne. Anfangs habe ich mich erst einmal ausprobiert, wie noch nie in meinem Leben. In der einen Woche ist alles mit holzigen Dekoaccessoires und kupfernen Kerzen voll. In der nächsten Woche findet man plötzlich überall mädchenhafte Rosendesigns und weiße Rüschen. Doch irgendwie, sieht der männliche Partner zwischen den rosanen Duftkerzen ein wenig absurd aus. Deshalb muss man sich irgendwie einigen. Unsere Einigung: wenn unsere Heimatsstadt Berlin plötzlich 200km weit weg ist, holen wir sie uns eben nach Rostock in die eigenen 4 Wände. So wird dann alles bekritzelt und mit sämtlichen Stickern vollgekleistert, die uns irgendwie an zu Hause erinnern. Alles was uns durch den Kopf schwirrt, wird direkt an unsere "Kopfwand" über der Couch gehangen, die eigentlich im Wochentakt immer wieder erneuert oder verändert wird. In unserer Wohnung ist nichts beständig, da ist alles so, wie es uns gerade gefällt. Ein bisschen urban, ein bisschen verdreht und vor allem voll von Ironie. So legen wir unseren Schlüssel auf dem Kaugummiautomaten ab, wenn wir zur Tür hereinkommen. Auf diesem Automaten stehen Kunstblumen, die ich so abartig hässlich finde, dass ich sie schon wieder für lustig halte und demenstprechend stark feier! Eigentlich unpassend stehen direkt neben meinen Nagellacken und Ketten unsere Longboards und bilden damit wieder genau den Kontrast, den ich gerne habe. Nichts verfolgt ein klares Schema, es wird halt einfach gemacht. So, wie wir es beide gern haben.
Oder so, wie ich es eben gern haben möchte und er sich nach und nach dran gewöhnt. Hihi.


Mein letzter Tipp: habt keine Angst vorm Aus- oder sogar direkt Zusammenziehen. Natürlich ist es nirgendwo schöner als zu Hause, aber wenn man die Eltern so oft wie möglich besucht, ist ein gemeinsamer Abend gleich doppelt so schön. Und in der restlichen Zeit, darf man machen, was man will - das ist doch was, oder?





Sonntag, 9. Februar 2014

Nail Sunday: Valentine's Day.

In 5 Tagen ist Valentinstag! Für mich immer wieder ein zauberschöner Tag! Ich will keine Pralinen und auch keine Rosen. Ich will nur den Menschen neben mir haben, den ich genau so doll mag, wie er mich mag. Ich will Quality Time. Am liebsten bitte mit den zum Tag passenden Nägeln. Deshalb gibt es heute für euch zwei neue Nageldesigns, die meiner Meinung nach herzlich genug für den 14. Februar sind. Eurer Meinung nach auch?






Mittwoch, 5. Februar 2014

Schwestern.

Meine Schwester ist meine beste Freundin. Sie ist 8 Jahre älter, hat ihren Platz im Leben gefunden und ist für mich ein wichtiger Part, um in meinem jungen Erwachsenenleben auszureifen. Trotz des großen Altersunterschiedes sind wir uns unheimlich ähnlich. Wir können einander kritisieren und uns immernoch lieb haben. Wir können auf klischeehafte Weise unsere Sätze beenden und uns stundenlang über unsere Lieblingsserien unterhalten. Oder über Nagellack! Über das Thema Nagellack würde uns auch nach Jahren Dauerplappern neuer Gesprächsstoff einfallen! Wir können uns alles erzählen und uns mit Komplimenten überhäufen, sodass jeder im Umfeld mit den Augen rollen muss. Heute war so ein Kompliment-Überhäufe-Tag. Da kam ich zu ihrer Tür rein und wurde mit einem Lächeln begrüßt. "Süß siehst du aus! Das Outfit passt richtig gut zu dir! (...)" Und als sie das sagte, fiel mir das erst so richtig auf. Mein heutiges Outfit passt wirklich zu mir. Und wie! Das Kleid macht es mädchenhaft, der kurze Hoodie hingegen zaubert die richtige Prise Straßenchic hinzu und wird von den Stressmacher-Schuhen unterstützt. Kettchen mit Flachmann dazu - mir entsprechend. Großartig! 
Sie hingegen stand im blassrosa Kleidchen vor mir. Zarte Kette, süßer rosa Cardigan - elegant wie immer. Obwohl meine Schwester und ich uns charakterlich so ähnlich sind, widersprechen wir uns modetechnisch zu 100%. Während ich meine Füße am liebsten in Turnschuhe stecke, sind bei ihr sogar die Winterstiefel elegant. Während ich mir höchstens ein Mal im Monat die Mühe mache, mich im Rock zu bewegen, hatte sie seit Jahren keine Hose mehr an, die keine Strumpfhose ist. Meine Schwester überzeugt in schicken Kleidchen und endlos langen Beinen. Ich hingegen weiß manchmal selbst nicht, was das überhaupt sein soll, was ich trage. Vergleichen kann man unseren Stil vermutlich sehr gut mit einer Peek & Cloppenburg Filiale (die gibt's übrigens auch online: hier). Die Damenabteilung, meistens im Erdgeschoss, ist ihr Terrain. Dort könnte sie Stunden verbringen und Hunderte von Euro investieren. Ich würde dort nichts für mich finden. Währenddessen halte ich mich in der Jugendabteilung auf. Für mich das Paradies, für sie die Steppe. Zwei Etagen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. 
Genau so, wie unser Modestil. 

Dennoch schauen wir aneinander an und schmachten dahin. Wie schön meine Schwester immer aussieht! Sie trägt solche wundertollen Kleider, dass ich sogar manchmal überlege, mich an ihrem Kleiderschrank zu bedienen. das Problem an der Sache haben wir jedoch schon lang erkannt..
Wir könnten niemals unsere Klamotten tauschen. Das würde so affig aussehen! Das wären nicht mehr wir. Wir haben unseren unterschiedlichen Stil und unseren gleichen Charakter. 
Wir mögen das. Und wir lieben uns. In ihren Kleidchen und meinen Turnschuhen.

"(...) Achso, aber, gib den 80ern bitte ihre Frisur zurück! Oder kämm dir mal die Haare."
Hoodie: Urban Outfitters // Dress: H&M Devided // Necklace: Urban Outfitters // Shoes: Reebok via Def-Shop



Es gibt zwei rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg. www.peek-cloppenburg.de ist die Website der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, deren Standorte sie hier finden.


Samstag, 1. Februar 2014

C's Kitchen.

Mit dem Auszug von zu Hause und der neuen Aufgabe, mir täglich selbst Essen zuzubereiten kam die Erkenntnis. Ich mag nicht nur von Fertiggerichten leben und mir mal eben auf die schnelle was in den Ofen schieben, sondern das essen, was mich gesund und fit macht. Ich möchte wissen, was das Essen auf meinem Teller für meine Gesundheit tun kann und wo es her kommt. Seit über einem Jahr klappt das jetzt schon sehr gut und ist mittlerweile zu einem meiner größten Hobbys geworden. Im Internet Gerichte suchen, gezielt gesunde Lebensmittel einkaufen und in der Küche was ganz Neues ausprobieren. Seit beinahe einem halben Jahr habe ich das Ganze sogar noch etwas verschärft und mir vorgenommen, von nun an ohne Fleisch zu kochen. Und wenn ich da mal ganz ehrlich bin, macht es mir seitdem noch viel viel mehr Spaß! Im letzten Jahr habe ich euch schon ein paar Beiträge zu meiner Ernährung veröffentlicht, die ihr hier und hier finden könnt. Heute kommt der Dritte mit meinen eigenen 5 goldenen Ernährungsregeln und einigen neuen Gerichten, die ich mir selbst gerne zubereite.
1. Ich versuche nicht öfters als 1x pro Tag Kohlenhydrate zu essen. Natürlich braucht der Körper Kohlenhydrate, aber längst nicht in der Menge, in der wir sie normalerweise zu uns nehmen. Wenn es bei mir zum Frühstück Brot gab, liegen am Mittag eben nur Gemüsebeilagen auf meinem Teller. Wenn es mittags Kartoffeln gibt, war morgens eher Yoghurt oder Ei dran.

2. Auf nichts verzichten. Ich hab Lust auf Pizza? Dann bestell ich mir eben eine. Aber nicht täglich! Und nur dann, wenn ich am nächsten Tag eine halbe Stunde mehr Zeit für Sport einrichten kann. Man braucht Pausen und Genießermomente. Mein liebster Tag pro Woche? Der Cheating Day! Kurbelt den Stoffwechsel an und tut so sogar noch etwas Gutes.

3. Frisch kochen. Ich esse täglich frisches Gemüse und möchte auch nicht mehr darauf verzichten. Das Einkaufen im Bio-Laden ist für mich mittlerweile fast so schön wie bei Asos zu bestellen. Frische Lebensmittel zeigten mit erst einmal auf, wie künstlich Fertigprodukte überhaupt schmecken. Deshalb gibt es von nun an so oft es geht Pilze, Blumenkohl, Brokkoli, Zucchini und frische Kräuter. Wenn die Zutaten schon so geschmacksintensiv sind, braucht man auch kaum noch würzen und kann somit unnötiges und zudem ungesundes Salz vermeiden.

4. Die Alternativen kennen. Aus Reis wird Naturreis mit Schale. Aus Weizennudeln werden Vollkornnudeln. Die Cornflakes am Morgen sind ungezuckert und das Brot am Abend voller Eiweiß. Wenn man sich schlau macht, was in den Nahrungsmitteln drin steckt und was diese mit dem Körper bewirken, kann man ganz leicht auf Alternativen umsteigen, die die Ernährung super stark bereichern und im Geschmack keine große Abweichungen aufzeigen.Wer die vorherigen Beiträge gelesen hat weiß, was für ein großer Weizenhasser ich bin. Dinkel for the win!

5. Und dazu? Cardiotraining, Kraftübungen und Yoga. Ich versuche dem Fitnessstudio mindestens jeden zweiten Tag einen Besuch abzustatten. Denn wenn man erstmal mit dem Sport angefangen hat, ist der innere Schweinehund auch augenblicklich ziemlich kleinlaut.

MORGENS

       Ungesüßte Dinkel Flakes                      Knäckebrot mit körnigem Frischkäse, Tomaten & Avocado
An den Tagen, an denen ich Kohlenhydrate schon zum Frühstück esse, bereite ich mir am liebsten ein einfaches Dinkelmüsli zu oder belege mir Knäckebrote. Besonders gut eignet sich dazu körniger Frischkäse mit Tomaten oder Avocado drauf. Das Ganze mit ein wenig Schnittlauch versehen sättigt unheimlich gut und lässt mich bis zum Mittag keinen Hunger mehr verspüren.
 Spiegelei mit Tomatensalat, Avocado und frischem Ingwertee
 Für diejnigen, die morgens nicht viel Zeit haben, ist dies das einfachste und schnellste Frühstück überhaupt. Spiegelei anbraten, Avocado in Fächerform schneiden und mit etwas Salz und Pfeffer versehen, Tomate kleinschneiden und salzen und fertig! Dazu trinke ich am liebsten kleine Stücken Ingwer mit heißem Wasser aufgegossen.
 Mageryoghurt mit Dinkelflocken, Granatapfel und gepopptem Amaranth
Wenn ich morgens mal Lust auf etwas Süßes habe, dann mische ich mir Naturyoghurt gern mit süßlich schmeckenden Zutaten. Dazu vermische ich etwas Yoghurt Magerstufe mit ein paar Dinkelflocken (bsp Alnatura), den Kernen eines Granatapfels und ein wenig gepopptem Amaranth (bsp Alnatura) für die Süße.


 MITTAGS





Selbstgemachte Dinkelwraps
300g Dinkel-Vollkornmehl, 150ml warmes Wasser, 8 EL Raps- oder Sonnenblumenöl, 1/2 TL Salz zu einem glatten Teig verkneten und 20 Minuten ruhen lassen. Wunschzutaten klein schneiden. Ich nehme dafür am liebsten frischen Salat, Tomaten, Gurke, Zwiebeln, Käse und Yoghurtdressing. Den Teig in kleinen Portionen ausrollen und in einer Pfanne mit ein wenig Öl anbraten. Anschließend ganz nach Belieben füllen.
Kürbis-Karotten-Nudeln mit Spinat, Champignons und Tomaten
Vor einigen Wochen habe ich die leckersten Nudeln der ganzen weiten Welt entdeckt. Sie sind von Barilla und bestehen aus Kürbis- und Möhrenpüree. Diese Nudeln kocht man ganz normal, wie alle anderen Nudeln. Für die Soße habe ich Spinat mit gebratenen Champignons und etwas Tomate erwärmt. Ein wenig Salz und Pfeffer und fertig!
Süßkartoffel aus dem Ofen zu Ruccolasalat und Gemüsemonden
 Die Süßkartoffel schälen und leicht in Scheibenform einschneiden. Mit etwas Sonnenblumenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer, Chili- und Paprikapulver versehen. Für ca 15 Minuten muss die Kartoffel nun bei 200° im Ofen garen. Den Ruccola waschen, Tomaten und Fetakäse schneiden und zufügen, etwas Balsamicocreme zugeben und mit dem Salat vermischen. Die Gemüsemonde habe ich bei Alnatura gefunden. Ich habe sie zum ersten Mal ausprobiert und für äußerst fantastisch und superlecker befunden! Sie sind mit Erbsen und Möhren gefüllt und sind sicherlich mit Ei leicht selbst zu machen. In Zukunft möchte ich das unbedingt mal versuchen!
Zuckerschoten-Tofu-Pfanne
Zuerst muss die gewünschte Menge Reis gekocht werden. Der Naturreis benötigt deutlich mehr Wasser, als geschälter Reis und ist letzendlich auch etwas bissfester. Zucchini, etwas Chili und Naturtofu klein schneiden. Zucchini, Chili und Zuckerschoten in einer Pfanne oder einem Topf mit Deckel dünsten. Tofu mit den Wunschgewürzen anbraten. Ich benutze am liebsten alle möglichen roten Gewürze, die ich in meinem Regal finden kann. Paprika, Kardamon, Kreuzkümmel, Kurkuma, Chili.. alles! Sobald der Reis fertig gekocht, das Tofu angebraten und das Gemüse gedünstet ist, alles in eine große Pfanne geben und mit etwas Sojasoße anbraten.
1.
2.                                                                                       3.

An dieser Stelle möchte ich gerne meine Obzession zu Quinoa öffentlich machen! Ich liebe es!
Quinoa ist eine gigantische Eiweißquelle, steckt voller Aminosäuren, ist glutenfrei und gehört trotz der körnigen Konsistenz nicht zur Gattung der Getreide, sondern zur Pflanzenfamilie und wird deshalb oft mit Spinat verglichen. Aus Quinoa kann man unheimlich viele Gerichte machen. 
Variante 1: Schneidet etwas Paprika, Zucchini, Möhren, Knoblauch und ein paar Tomaten klein. Dünstet das Gemüse in einer Pfanne und gebt etwas Tomatenmark mit Wasser dazu. Kocht nebenbei Quinoa und serviert beides zusammen. 
Variante 2: Kocht Quinoa auf. Schneidet währenddessen eine Zwiebel klein und dünstet diese in etwas Rapsöl. Sobald die Zwiebelstücken glasig sind, gebt ihr die gleiche Menge klein geschnittene Tomaten dazu und fügt das fertig gekochte Quinoa hinzu. Etwas Salzen und Pfeffern und fertig ist eine Art Bruscettaquinoa. Zusammen mit grünen Bohnen und vegetarischenWürstchen ist es eins meiner Lieblingsgerichte.
Variante 3: Quinoa kochen. Nebenbei etwas kleingeschnittenen Blumenkohl, kleingeschnittene grüne Bohnen und Spinat dünsten und anschließend mit dem Quinoa vermischen. Salzen, Pfeffern, fertig. 

Meine Art Quinoa zu kochen: Das Wasser-Quinoa-Verhältnis halte ich genau wie beim Reis - 1 Tasse Quinoa auf 2 Tassen Wasser. Dazu eine Prise Gemüsebrühe und dann ca 15 Minuten köcheln lassen.


ABENDS


Eiweißbrot mit Tomatencreme und Feldsalat
Wenn es am Tag noch keine Kohlenhydrate zu Essen gab, gönne ich mir abends ab und zu auch mal zwei Scheiben Eiweißbrot. Nur ganz selten, aber manchmal muss das eben auch mal sein. Als Aufstrich gibt es vegane Tomatencreme (in jeder Bioecke des Supermarkts zu erhalten) und etwas Feldsalat als Topping. 
Eiweißbrot kann man auch super selbst backen, damit man wirklich weiß, was drin steckt. Ganz viele Rezepte dazu findet ihr hier.
Gedünstete Paprika
Paprika am Abend ist nicht unbedingt das, was man empfehlen sollte, da Rohkost sehr schwer zu verdauen ist und ganz besonders die Schale der Paprika schwer im Magen liegt. Mein Trick deshalb: Die Paprikas kurz in ein wenig Wasser dünsten und anschließend für 10 Minuten im Ofen grillen. Am liebsten in Kombination mit körnigem Frischkäse.