Dienstag, 15. Dezember 2015

Fashion: Cold, cold Winter.

Seitdem ich denken kann, find ich meine Winterkleidung stinklangweilig. Ich friere sehr schnell, finde frieren ganz furchtbar und packe mich deshalb schon bei Herbsttemperaturen ein, wie ein Michelin Männchen. Die dicksten Jacken verstecken jede noch so schmale Taille. Die dicksten Stiefel die noch so schmalen Fußfesseln, der Schal die schmalen Schultern und die dicke Mütze die zurechtgemachten Haare. Für mich stand also schon immer fest: sobald die Temperaturen sinken, braucht mich niemand mehr angucken, da seh ich halt blöd aus und das ist voll ok so. Nach und nach fiel mir aber mit jedem neuen Jahr auf, dass das totaler Blödsinn ist. Klar, trage ich immer noch riesige XXL Schals und gefütterte Stiefel, aber wenn die halt an sich schon viel hermachen, ist es ja komplett egal, was da drunter ist. Deshalb freute ich mich also über das unerwartete Päckchen von Primark, das unteranderem diese Schals enthielt, die ich alle für sich ganz doll schön finde - besonders in Kombination zu meinen Öhrchen-Mützen von Zara. Wer mich schon länger kennt, weiß, ich bin ein Öhrchen Opfer! Dazu Stiefel, die eine dicke Profilsohle haben, ohne eine zu dicke Sohle zu haben. Die kuschlig gefüttert sind, ohne zu groß zu wirken und dazu ganz schmale Fesseln zaubern. Meine liebsten momentan sind von Tamaris und wurden von mir bei Elbandi geordert. Ob der Mantel dazu beigefarbend, schwarz oder grau ist, ist ganz egal, die passen alle! Ich freu mich jeden Tag wieder, meine neuen Lieblingswinteraccessoires über die dicke Jacke zu schmeißen, damit ich nicht mehr dieses langweilige Michelin Männchen sein muss, während ich auf dem Weihnachtsmarkt herumschlendere oder einfach durch die kalte berliner Luft steppe.
Shoes: Tamaris via Elbandi // Hats: Zara // Scarfs: Primark 




Sonntag, 13. Dezember 2015

Wave.

Es stand schon eine ganze Weile fest, dass mein Bruder an diesem einen Freitag, am 11. Dezember, nach Hamburg fahren würde, weil er dort einen Termin zum Stechen seines neuen Tattoos hat. In Hamburg, weil ihm der Tätowierer so gut gefallen hat, knapp 3 Stunden mit dem Auto von uns weg. Genau deshalb hat er mich gefragt, ob ich mitkommen würde, um die Autofahrt zurück zu übernehmen, wenn er dann vom stundenlangen Stechen müde und kaputt ist. Klar. Bei den letzten Tattoos habe ich ihn immer begleitet und mags irgendwie, dabei zu sein, wenn er was Neues gestochen bekommt. Auf der Autofahrt nach Hamburg verfiel ich dann in eine kleine Motzerei. Keine Motzerei, eher eine Nörgelei. Ich wurde mit jedem Kilometer, den Hamburg näher rückte, trauriger, dass er ein neues Tattoo bekommt und ich nicht.

Es stand schon eine ganze Weile fest, dass ich als nächstes Tattoo eine kleine, ganz filigran gestochene Welle haben möchte. Am liebsten in der Ellenbeuge, so dass ich sie selbst gut sehen kann. Eine Welle für's Surfen, für unsere Urlaube, den Sommer, das Wegfahren, Meer und alles drum und dran. Seit Monaten wünsche ich es mir und kam nie so recht dazu, einen Termin zu vereinbaren. Nicht einmal, mir den passenden Tätowierer auszusuchen.

Es stand schon eine ganze Weile fest, dass Felix Kienzle am 11. Dezember bei The Black Mess als Gasttätowierer arbeiten würde. Als ich da so auf der Couch saß und drauf gewartet habe, dass mein Bruder sich für Farben seines Motivs entscheidet, hat mich das Mädchen neben mir angesprochen. Ob ich auch gestochen werde. Nö. Trauer. Sie wartete gerade darauf, dass ihr Artist alles vorbereitet und war ganz aufgeregt, weil sie den Termin wohl erst 3 Tage vorher vereinbart hatte. Er wäre Gasttötowierer im Studio und hätte wohl auch so noch den ganzen Tag freie Termine zu vergeben, sodass sie überlegt, sich gleich noch eins machen zu lassen. Den ganzen Tag freie Termine zu vergeben. Freie Termine. Ich stehe also ohne weiter zuzuhören auf, klopfe an seine Tür und frage ohne Herzschlag, ob er etwa auch meine Welle machen könne. Klar, könne er. So in ner Stunde ca.

Es stand schon eine ganze Weile fest, dass ich, wenn ich endlich diese Welle habe, der glücklichste Mensch der Welt sein würde. Und das bin ich jetzt. Hoffentlich für eine ganze Weile.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Lifestyle: Thanks for being my Schwein.

Ich habe euch ja bereits einiges von meinem Schwein erzählt. Tollster Vogel der Welt und so, mit unserer großen Liebesgeschichte und so weiter. Jetzt gibt es da jedoch noch einen Part der Geschichte, den ihr sicherlich nicht hören wollt, der aber alles an der Unglaublichkeit der Geschichte nochmal toppt. Bei mir dürfen die Vögel immer frei in der Wohnung fliegen, wenn ich zu Hause bin. Ich mag's nicht, wenn sie den ganzen Tag im Käfig sitzen und mache deshalb so oft es geht, die Klappe auf. Sobald ich gehe, kommt Schwein angeflogen und lässt sich von mir auf meinem Finger sitzend zurück in den Käfig geleiten. Bis er mich dabei vor ein paar Wochen so dermaßen doll gebissen hat, dass ich aufgeschrien habe und mich dabei ertappte, stinkwütend auf ihn zu sein. Ich murmelte noch ein nettes "Arschloch" vor mich hin, setzte ihn in den Käfig und machte die Klappe zu. Kurz bevor ich gegangen bin, habe ich mich nochmal umgedreht, ihn mir noch einmal geschnappt, einen Kuss aufgedrückt und gesagt, dass ich ihn lieb hab. Alles andere hätte ich mir im Nachhinein vermutlich auch nie verziehen. Denn am Abend kam ich erst wieder und wurde nicht - wie sonst immer - mit lautem Gezwitscher begrüßt. Nach ganz kurzer Zeit fiel mir direkt auf, dass Schwein ganz seltsam in dem einen Spielzeug im Käfig hing. Das Spielzeug, bestehend aus drei Holzplatten, die durch ein Seil verbunden sind, ist extra für Wellensittiche gemacht und hängt schon seit einiger Zeit im Käfig. Schwein hat gerne damit gespielt. Unten hängen ein paar offene Seilfäden heraus und genau in diesen Seilfäden hängt Schwein. Ich brauchte einen Moment, um zu verstehen, was passiert ist und zu realisieren, dass mein Vogel sich mit dem Hals verfangen hat und erstickt ist, als ich nicht zu Hause war. Ich bin kurz mal für ein paar Stunden wie ein Baby heulend zusammengesackt und musste abwarten, bis jemand kam, um den Vogel abzunehmen. Tante Lieschen und ich vermissen unseren Kumpel ganz schrecklich doll und mussten in den letzten Wochen ein bisschen kämpfen, weil wir ja nie so warm miteinander geworden sind, wie Schwein und ich. Wir  haben da bald auch noch (positive!) Neuigkeiten für euch. Aber erstmal lass ich euch das hier verdauen.
Danke, dass du mein Schwein warst, Schwein. 



Montag, 30. November 2015

Reebok Classic Copper.

Ihr seht sie. Sie sind kupferfarben. Ich muss dazu wohl nicht mehr sagen?

Mach ich aber trotzdem. Denn diese Schuhe sind nicht nur atemberaubend schön an sich, sondern bringen auch noch eine ganz süße Geschichte mit sich. Ich suche sie schon ganz lang. Ausverkauft, nur noch in Größe 36 oder 41 vorhanden, bei Kleiderkreisel nicht auffindbar. Aber dank meiner Eva doch nicht unerreichbar für mich. Ich saß in Marokko in unserem Zimmer, um die GoPro aufzuladen. Mit dem Kopf vollkommen woanders, bei Sand und Wellen und allem anderen als Socken und festen Schuhen. Bis mir meine Eva dann halt eben diese Nachricht schrieb. Zuerst schickte sie mir ein Foto der Schuhe. Ich traurig, wieder mal, weil ich die ja so gerne haben wollte. Bis mir auffiel, dass sie das Foto selber geschossen hatte. Dass sie vor den Schuhen im Laden stand. Dass sie mich nach meiner Größe fragte. Wie betäubt habe ich sie durchgegeben, um dann zu hören, dass sie doch wieder einmal ausverkauft seien. Und um dann noch eine weitere Nachricht zu erhalten. Doch nicht ausverkauft. Ein paar konnte noch bestellt und an Eva geliefert werden. Und dann das "Ich hab sie gekauft!" Unendliche Dankbarkeit, ich als schreiendes Etwas durchs Haus rennend, meine neuen Schuhe zu Hause auf mich wartend. Danke Evi, du bist ein Goldstück!











Montag, 23. November 2015

Travel: Surfen in Marokko.

Wir waren gerade noch in Moliets, als wir anfingen, Marokko für den Herbst zu planen. Im letzten Jahr hat es für mich ganz gut geklappt, aus einem Urlaub zurückzukehren und den nächsten bereits ein paar Seiten weiter in meinem Kalender eingetragen zu haben. Seit vier Jahren surfe ich nun schon und versuche immer und immer mehr dem deutschen Grund zu entfliehen, um Wellen zu finden. So verstauten wir in Frankreich also die Surfbretter sicher in den Bordbags und waren uns bereits bewusst, dass wir sie schon bald wieder brauchen würden. Auf den Tipp eines Bekannten hin, fanden wir uns ein paar Wochen später in Marokko, in einem wunderschönen Haus wieder. Das Eden Surf Maroc wird von einem ganz bezaubernden Paar geleitet. Gefühlt war sie für den emotionalen Support zuständig und er warf sich mit uns in die Wellen, um aus unseren Anfängerskills sogar fast so etwas wie Surfen zu zaubern. Wir wohnten unter einem Dach mit einem weiteren Paar und wechselnden Urlaubern, die meisten aus Paris angereist. Morgens erwartete uns bereits das Frühstück, kurz bevor wir unsere Sachen packten und mit dem Hausherrn einen Strand suchten, um für zwei bis drei Stunden zu surfen. Nie hätte ich solche Konditionen erwartet. Das Meer war gnädig, die Wellen groß und trotzdem nicht zu doll.Voller Kraft und stabil. Mit der Woche wurde es immer schwieriger und wir immer besser. Nach der Morgensession wartete meistens bereits das Mittagessen auf uns. Es war von Anfang an schön, dass wir alle gemeinsam zum Essen beieinander waren, gefühlt gleichzeitig Englisch, Deutsch und Französisch sprechend. Im Anschluss an das Mittagessen konnte man uns nicht retten. Wir fielen der Reihe nach halb tot in den Betten zusammen, um den schmerzenden Muskeln einen Mittagsschlaf zu gönnen. Schließlich ging es meistens bereits anderthalb Stunden später wieder weiter, die Bretter aufs Autodach werfend, den nächsten Strand suchend. Das Wasser war warm. Der Sonnenuntergang in jeder Nachmittagssession atemberaubend. Ich hatte nicht wenige Momente, in denen ich beinahe lachen musste, weil ich das alles viel zu schön fand. Draußen auf dem Meer, gute Menschen um dich herum, das Brett unter dir und einen super Surflehrer, der den Countdown herunterzählt, bis er dich in die Welle pusht, um deine letzte Kraftreserve zu unterstützen, damit du diese fantastische Welle surfen kannst. Eventuell bleibt man noch auf einen Tee am Meer, oder man fährt zurück, wo schon wieder Essen auf einen wartet. Die marokkanische Küche kann und macht auch! Auf dem Fernseher laufen Surfvideos, draußen sitzt immer irgendjemand zum Quatschen. Das Zusammenleben im Haus gestaltet sich als ganz wunderbar. Das Paar aus Frankreich wird immer mehr zu Freunden. Und im Kopf schwirren gleichzeitig die Wellen des vergangenen Tages herum und die Vorfreude auf die Wellen, die noch folgen. Am Donnerstag wird die Nachmittagssession geskipped. Uns wird der Markt in Agadir gezeigt und am Abend wurden für uns Termine für eine Massage gemacht. Trotz leichter Angst vor Reiseantritt ist es ein grandioses Gefühl, ein afrikanisches Land zu erkunden. Auf dem Markt hören wir arabische Musik, werden angelächelt, nicht im geringsten dazu bedrängt, etwas zu kaufen. Man lässt uns probieren, gibt uns Zeit, alles anzuschauen und wünscht uns einen schönen Aufenthalt. Den haben wir. In diesem wunderschönen Land, das zuerst arm und bereits in der nächsten Straße höchst entwickelt wirkt. Die Wandelbarkeit von Marokko lässt sich kaum in Worte fassen. Das Land überrascht dich beinahe nach jeder Straßenecke neu. Du kannst im Hotel unterkommen und Marrakesh oder Casablanca bereisen. Du kannst aber auch, so wie wir, den Tag mit dreckigen Füßen in Flip Flops verbringen, mit dem klappernden Volvo die Küste entlangfahren und den ein oder anderen Straßenhund streicheln. Ich klicke mich durch die GoPro-Aufnahmen und formuliere im Kopf schon die Mail an das marokkanische Paar. Ich frage mich, ob sie im Januar Platz im Haus haben. Wenn ja, dann will ich den. Ich will wiederkommen, sofort!














Montag, 16. November 2015

Personal: Back home.

Es verbleiben drei Stunden Flugzeit. Drei Stunden Resturlaub. Man kann nicht behaupten, dass die Woche zu schnell verging oder zu kurz war. Am Flughafen fühlte es sich an, als wäre man vor viel längerer Zeit als nur einer Woche hier angekommen. Wir haben Marokko genutzt, so gut wir es nur nutzen konnten. Stunden haben wir täglich im Wasser verbracht, um unsere Surffähigkeiten zu verbessern. Wir haben Sonne getankt, das marokkanische Essen heruntergeschlungen und sind zur Ruhe gekommen. Gerade eben noch stand ich neben einer Palme, habe erst vor kürzester Zeit noch auf einem Brett im Ozean gesessen und versucht eine der ganz großen Wellen zu surfen. Eine gefühlte halbe Stunde zuvor habe ich noch in unserem schönen Innenhof gestanden und die Menschen verabschiedet, die diese Urlaubswoche zu einer noch schöneren gemacht haben.

Zurück in meiner Wohnung ist mir kalt. Die Räume sind ungeheizt und die Sonne scheint auch nicht herein. Die erste Waschmaschine läuft bereits, meine Neoprenanzüge hängen in der Dusche, um das restliche Salzwasser auszuwaschen. Mein Surfbrett wartet darauf, dass ich es vom marokkanischen Surfwachs befreie. Und ich? Ich warte darauf, dass der Countdown von vorne beginnt. Darauf, dass es vielleicht nur zwei Monate sind, bis ich all das wieder zusammenpacken kann und meinen Platz im Flugzeug suchen darf. Versteht mich nicht falsch, ich bin gern zu Hause. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit meinen Menschen, die Arbeit in der Bar, ein bisschen sogar auf den Winter. Aber irgendwas in mir lebt dafür, wieder wegzukommen. Weite zu fliegen, etwas neues zu finden, auf der Suche zu sein. 


Montag, 2. November 2015

Mix it, baby!

Immer mal so zwischendrin hab ich euch ja schon davon erzählt, dass ich bei einem guten Freund von mir in der Bar arbeite. In unserem "Schurke" nämlich. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass wir die coolste und gemütlichste und tollste Bar weit und breit sind und kann deshalb erleichtert sagen, dass die Arbeit dort wirklich viel Spaß macht. Da ich selbst nie die Ausbildung zur Barkeeperin gemacht habe, sondern als Stammgast vor dem Tresen kurzerhand hinter den Tresen geordert wurde, braucht es so seine Zeit, um zu verstehen, was ich da mache. Die abermillionen Rum- und Whiskysorten brechen mir mein Genick. Was nicht auf der Karte steht, kann ich nur mit Glück. Aber so langsam, ganz langsam, macht das alles Sinn. Und das liegt an den Menschen um unsere Bar herum. Ganz eng connected sind wir nämlich zusätzlich mit unserem geliebten "Pavlov's" und dem "Galander", wessen Leute nicht nur als Kollegen gut funktionieren, sondern Freunde sind. Und mit diesen Freunden sitze ich manchmal am Tresen des Galanders in Kreuzberg und genieße Kurse, die sie von ihrer Galander Bar Academy anbieten. So kommt es, dass man am Samstag Morgen schnell noch die Kneipe vom Arbeiten abschließt und nach wenigen Stunden Schlaf selbst am Tresen sitzt, um was über Cocktails zu lernen. Das schönste daran? Letztens hatten wir diesen Cocktail-Kurs und ich durfte ihn zusammen mit meiner Cousine machen, weil ich sie hinter den Tresen in's Pavlov's geschleust habe! So passierte es dann, dass wir am Samstag Vormittag schon Tequila und Whisky durchgetestet hatten und gegen Ende des Kurses mit leichtem ("leichtem") Schwips im Kopf selbst an die Arbeit mussten, um zu zeigen, was wir gelernt hatten. Bei der Bar Academy war es jetzt das zweite Mal, dass ich solch einen Kurs mitgemacht habe, beim ersten Mal bekamen wir für's Pavlov's und unseren Schurken eine besondere Personalschulung. Beide Tage haben unglaublich viel Spaß gemacht und mir gezeigt, wie viel Interesse ich an dem Thema Schnaps und Gastro habe. Die Kurse werden ansonsten auch sehr viel von Leuten besucht, die beruflich gar nichts mit Schnaps zu tun haben, aber privat einfach gern mal was drüber lernen wollen. Und so sitzt man dann da immer in einer bunt gemischten Gruppe und hat den Tag über riesen Spaß. Ich freu mich sogar ein bisschen, dass ich heute Abend wieder arbeiten darf und hoffe ganz fest, bald wieder am Tresen des Galanders sitzen zu dürfen, um mehr darüber zu lernen, was ich da überhaupt mache!

*Danke Jan und dem Galander, für die Bilder. Ihr seid super!



Sonntag, 25. Oktober 2015

Insta Insta.

 Der letzte Monat war, sagen wir mal, ereignisreich. Von dem ganzen Spektakel mit den Vögeln mal abgesehen, habe ich gefühlt 357893645 neue Restaurants und Bars ausprobiert, dennoch genug Zeit in der innig geliebten Stammbar verbracht, die Menschen in Rostock wiedergesehen, weil ja seit Semesterbeginn das Pendeln für mich wieder begonnen hat, und einen Ausflug an die Ostsee habe ich auch gemacht. Die Menschen reden langsam von Silvesterplänen, von Weihnachten! Ich durchstöber jegliche Geschäfte dieser Welt, um meine 4 geplanten Adventskalender zu füllen, weil es da so ein paar Menschen in meinem Umfeld gibt, die das verdient haben. Das war ein guter Monat, wirklich gut! Plötzlich gibt es AnnenMayKantereit auf Spotify, diese wunderwunderwunderschönen braunen und roten und orangenen Blätter an den Bäumen, Städtetripspläne für den Dezember und drum herum weiterhin das, was ich auch im Monat davor schon gemocht habe. Grad ist's gut, wirklich gut. 
    
Die Schuhe der Saison an den Füßen. // Das Obst der Saison auf dem Teller. 
(Chia-Pudding im "The Bowl"!! YES, PLEASE!!)

 Sie trägt Mantel und bastelt Adventskalender.
 Kaffee als lebenserhaltendes Elixier, Knautschgesicht als "Juhu-die-Uni-geht-wieder-los-Statement"
Sonntagswirdimbettgefrühstückt! // Und danach mit den Vögeln gekuschelt!


Carrie bei Instagram? Gibt's HIER

Sonntag, 18. Oktober 2015

Lifestyle: Schwein.

Der Typ, den ich ganz gerne mag, bezieht eine wunderschöne Wohnung. Mitten in meinem Lieblingsviertel Berlins, viel besser eingerichtet, als ich es je könnte und es jeder skandinavische Einrichtungskatalog auf seinen Bildern zeigt. Sie ist ganz hoch gelegen, sodass man vom Fenster aus den Fernsehturm sehen kann. Da haben wir nämlich auch schon den Haken. Der Aufstieg zu dieser Wohnung beinhaltet verdammt viele Treppen. So viele Treppen, dass ich während der gefühlt anderthalb Stunden des Hochlaufens immer wieder versuche mitzuzählen und bei den hohen Zahlen kläglich scheitere. Die Wohnung liegt so hoch, dass in regelmäßigen Abständen immer mal wieder Vögel gegen die Scheibe der Balkontür fliegen. Für mich ein gefundenes Fressen, um ihn zu ärgern und damit aufzuziehen, dass er in einem Vogelturm wohnt. Die Taube, die sich vor einigen Wochen in seinen Hausflur verflogen hat, hat mich in meiner Meinung nur noch bestätigt! Vogelturm!
Dann, vor knapp drei Wochen kam es dann aber noch schärfer. Die Superfreunde und ich saßen im Café und warteten auf ihn. Mein Handy klingelte, ich dachte, er ruft an, um zu sagen, dass er jetzt losfahren wird. Nö. Er rief an, um mich zu fragen, ob ich nicht zufällig einen Vogelkäfig hätte, denn ein Wellensittich wäre direkt in seine Wohnung geflogen. Verzeihung, in seinen Vogelturm. Ein Wellensittich! Nach grob geschätzten 56 Minuten des Lachens, fasste ich mich, verneinte seine Frage und überlegte bereits, wie man damit umgeht, um den Vogel zu seinen Besitzern zurück zu bekommen. Meine Meinung Wellensittichen gegenüber? Zu diesem Zeitpunkt folgender: Wellensittiche sind genau so langweilig wie Goldfische.
Und dann, dann geschah es. Am nächsten Tag lernte ich ihn kennen. Und auf den ersten Blick direkt lieben. Dieser Vogel ist das zutraulichste Tier, das ich je gesehen habe. Du streckst deinen Finger aus, er fliegt los und setzt sich darauf. Egal, wie sehr du dich bewegst, er sitzt auf deiner Schulter. Ich lese ein Buch, er liest von meinem Kopf aus mit. Fressen gibt es aus der Hand. Der neue Name des Tieres? Schwein.
Meine Liebe für Schwein wuchs in Sekundenschnelle bis ins Unendliche. Schon da schlich sich langsam der Gedanke an, ob es nicht irgendwie eine Option wäre, ihn zu behalten..?
 Anschließend hat der ganze Freundeskreis mitgeholfen. Als die ersten Bilder online gingen, wie anhänglich der Vogel ist und Freunde von mir ihn kennengelernt haben, war er tagelang das Thema Nummer eins. Was macht man da jetzt, was braucht der Vogel, wie schaffen wir es, dass ich ihn behalten darf? Auf die Aushänge im Treppenhaus hat niemand reagiert, auf meinen Aufruf im Internet ebenso wenig. Zitat vom Tierarzt: "Da hat sich der Vogel wohl mit ziemlich viel Glück eine tolle Besitzerin ausgesucht."
Meine Nora hat sogar nachgeforscht und herausgefunden, dass Wellensittiche offiziell als "Fundsachen" gelten und beim Tierheim gemeldet werden müssen. Solang er aber bei mir bleiben könne, müsste ich ihn da aber nicht abgeben, haben sie mir am Telefon mitgeteilt. Dieser Vogel und ich, wir haben uns immer mehr aneinander gewöhnt. Am dritten Tag zog er rüber zu mir, damit ich am nächsten Morgen einen Ausflug zum Tierarzt machen könnte, während der Typ, den ich ganz gern mag, arbeiten musste. "Würdest du ihn noch für einen Tag behalten? Ich hab heute nochmal Nachtschicht." YES! AUF EWIG! 
Von da an, existierte ich als siamesischer Zwilling. Egal, wohin ich mich in der Wohnung bewegte, entweder Schwein flog mir hinterher, oder er saß ohnehin auf mir. Ich kochte Essen, mit ihm auf der Schulter, ich dusch, mit ihm auf der Duschstange, ich arbeitete am Laptop für die Uni, mit ihm auf der Hand, wenn ich einen Film schaute, guckte er mit. Ich hatte dem Anschein nach keinen Wellensittich, sondern ein Faultierbaby, das rund um die Uhr um meinen Bauch geheftet war.
Ich glaube, auch wenn er es nicht zugibt, war er doch sehr gerührt, wie sich das alles mit dem ihm zugeflogenen Vogel verhält. Ein paar Tage später sicherte er mir endlichendlichendlich zu, dass Schwein bleiben dürfe, sofern ich diejenige bin, bei der er wohnt und die sich um ihn kümmert. YES! AUF EWIG! 
Da es sich mit dem Faultierbaby doch irgendwann sehr beschwert leben ließ, war klar, dass wir unseren Vogelbestand aufstocken müssen, damit er einen richtigen Partner bekommt. Der Tierarzt schätzte das Alter von Schwein auf ein paar Monate, kein halbes Jahr sei er alt. Kauft man einen Zweitvogel, müsste dieser ungefähr im gleichen Alter sein. Die Tierheime der Stadt konnten mir keinen Jungvogel anbieten, weshalb ich im Internet eine Familie ausfindig machte, die 7-Wochen-alte Wellensittiche abzugeben hatte. Am nächsten Tagen war ich mit der Tochter verabredet und kam kurz darauf mit Vogel Nummer zwei nach Hause. Die zwei haben sich trotz Zweifel meinerseits von Anfang an gut verstanden und sind mittlerweile unzertrennlich. Zwischenzeitlich muss Vogel Nummer zwei jedoch auch mal alleine was machen, weil Schwein immer noch daran festhält, dass wir zwei täglich eine Kuscheleinheit vollziehen. Vogel Nummer zwei wurde von meiner Oma heute erst auf seinen Namen "Tante Lieschen" getauft, was natürlich zu seinem männlichen Geschlecht total gut gar nicht passt, aber jetzt beschlossene Sache ist. Mit dem Guten müssen wir noch ein bisschen üben, der findet dieses Kuschelding nämlich irgendwie nicht so cool und verzieht sich lieber vor mir, sobald ich mich irgendwie dem Käfig nähere.
Ansonsten bin ich seit Schweins Einzug "schweinefroh" über die Gesellschaft und sogar über den riesigen Käfig in meiner Wohnung. Ich mag diese Vögel bitte AUF EWIG behalten! Danke, Vogelturm!




Montag, 12. Oktober 2015

Personal: Hello fall.

Ey okay, ich seh's schon wieder ein. Hier passiert viel zu wenig. Und genau dieser Gedanke schwirrt mir seit Wochen im Kopf rum. Aber, und damit hat auch dieser Beitrag zu tun, mein Leben wird seit Wochen von einer unfasslichen Lethargie durchzogen, wie sie hoffentlich nur die kalte Jahreszeit mit sich bringen kann. Wörter wie "aufraffen", "anpacken", oder einfach mal "machen" klingen für mich plötzlich nach einer fremden Sprache. Ich steh offiziell wieder auf einen kompletten Tag in Kuscheldecken, auf kitschige Liebesfilme und - und darum dreht sich dieser Beitrag hier - ruhige Musik, die mit ihren Texten Herzen zerschmettert. Meine Laune verrät mir, dass der Sommer nun tatsächlich vorbei ist und die kalten Jahreszeiten auf uns zu kommen. Und genau deshalb verbringe ich momentan viel Zeit damit, Spaziergänge durch Herbstlaub zu machen (natürlich nur auf dem Weg zur Kuscheldecke in die Bettburg!) und dabei meine nach und nach perfektionierte Herbstplaylist zu hören. Meine Top Lieder für diesen Herbst? Diese hier!


Inside Of Love - Nada Surf

Airplanes - Local Natives

Nothing Like You And I  - The Perishers

Duet - Rachael Yamagata

The Rip Tide - Beirut

My Silver Lining - First Aid Kit 

Perfect Ruin - Kwabs

Go Solo - Tom Rosenthal 

Jimmy - Moriarty

Better Man - Paolo Nutini 

When Your Mind's Made Up - Glen Hansard & Marketa Irglova

Don't Dream It's Over - Crowded House 

Warm Water - Banks 

Reasons To Love You - Meiko 

All I Want - Kodaline

The Greatest - Cat Power 

Landfill - Daughter

Say You Love Me - Jessie Ware 

You Really Got A Hold On Me - She & Him 

Come Pick Me Up - Ryan Adams 

Asleep - The Smiths

After Afterall - William Fitzsimmons

We Might Be Dead By Tomorrow - Soko 

To Build A Home - The Cinemativ Orchestra

Flume - Bon Iver 

I'm Gonna Be (500 Miles) - Sleeping At Last 

In The Hearts Of Men - First Aid Kit 

A Case Of You - James Blake 

Hero - Regina Spektor 

For You - Angus & Julia Stone 

Hold Your Hand - Dum Dum Girls 

Quiet - Rachael Yamagata

So.. Und wer jetzt keine Lust hat, sich durch diese Auflistung von Buchstaben durchzuklicken, kann sich die Liste auch einfach HIER auf Spotify anhören. Zack! 

Ein paar dieser Lieder höre ich schon jahrelang. Die sind für mich schon alte Herbstradition. Und weil ich in diesem Jahr noch keine Herbstbilder gemacht habe, gibt es dazu auch einfach ein altes Herbstraditionsbild, das ebenso schon jahrelang in der Timeline meines Blogs herumlungert. Doppelt Zack!


Mittwoch, 16. September 2015

Personal: Bettburg.

 Okay, ciao, ich hab's geschafft. In den letzten Wochen bin ich - mal wieder - nur rumgerannt, hab viel gearbeitet, viel für die Uni gemacht (mir dafür natürlich immer äußerst gern die Fahrt nach Rostock gegeben) und zwischendrin versucht so oft wie möglich Herzensmenschen zu schmusen. Mein Kopf war die ganze Zeit über rotzevoll und ist dafür jetzt mit Rotze voll. 
Verstopfte Nase, pochender Kopf, Niesanfälle en masse. Ist fair, seh ich ein, muss ich durch. Ich performe jetzt aus meinem Bett heraus, erfreue mich daran, dass ich es vor ein paar Tagen erst frisch bezogen habe und den Eisbecher im Tiefkühlfach vergessen hatte und hole all das auf, was ich schon so lang am Macbook machen wollte und wozu immer die Zeit fehlte. Sprich: viele Folgen "True Detective" ohne Pause hinter einander weg schauen, CsCloset abstauben, die Urlaubsgarderobe für Marocco aufstocken, Bilder aus Frankreich sortieren und bearbeiten, und, natürlich, wenn auch unfreiwillig, alles, was so für die Uni liegen geblieben ist. Dabei frag ich mich, ob das normal ist, was da grad passiert. Kaum komme ich ins 5. Semester rastet die Uni vollkommen aus und schreibt mir gefühlt täglich einen Abgabetermin vor. Macht keinen Spaß, jedenfalls. So und dann, ganz wichtig, durchstöber ich Pinterest und Instagram auf alle möglichen Einrichtungsideen. Endlich kann ich mich meiner Wohnung widmen und das daraus machen, was ich gern haben mag. Ein bisschen skandinavisch, ein bisschen Meer, ein bisschen alt und klassisch. Auf jeden Fall neu, am besten alles, und am liebsten noch heute.  
Jetzt helft mal, was sind eure liebsten Interiorseiten? Egal ob Möbelgeschäfte, Dekowebsites oder einfach nur Inspirationsbeiträge? Ich will eure Geheimtipps! 

Freitag, 11. September 2015

Food: BBI.

Wenn ich etwas richtig gut kann, dann ist es essen. Weniger kochen, das hab ich mir irgendwie ganz schön doll abgewöhnt, seitdem ich wieder in Berlin wohne. Nein, ich kann richtig gut Essengehen. Ich liebe es, mir neue Läden fürs Frühstück, zum Brunch oder zum Abendessen rauszusuchen und immer wieder was Neues auszuprobieren, oder mich eben auf bereits getestete Gerichte in meinen Lieblingsschuppen zu freuen. Einen solchen Lieblingsschuppen zeig ich euch jetzt. Der ist etwas bekannter - das aber auch zurecht. Ich red hier vom BBI, dem Berlinburger International. Einem Burger, in den ich mich reinlegen könnte!
Ich bekenne mich dazu, fanatische Halloumi-Liebhaberin zu sein und esse deshalb eigentlich nirgendwo einen anderen als den Halloumi-Burger. Beim BBI bekommst du gleich vier dicke Scheiben Halloumi, mit leckerer Soße und nach Wunsch - für mich MUSS das so - mit Guacamole oben drauf. Aufgrund der Größe ist der Burger schwierig zu essen, das geb ich zu. Aber dafür hast du dann während des Essenskampfes immerhin genug Zeit mit vollem Mund zu nuscheln, wie lecker er ist. Günstig sogar auch noch! Und alle meiner Fleischfresserfreunde loben auch die nicht-vegetarischen Burger vor Ort. Ich hab ihn nun gestern mal wieder gegessen und gebe zu, wenn ich mir die Bilder hier angucke und diesen Text abtippe, könnt ich schon wieder... 

Wo gibt's den? 

 Pannierstraße 5, 12047 Berlin-Neukölln!