Montag, 16. November 2015

Personal: Back home.

Es verbleiben drei Stunden Flugzeit. Drei Stunden Resturlaub. Man kann nicht behaupten, dass die Woche zu schnell verging oder zu kurz war. Am Flughafen fühlte es sich an, als wäre man vor viel längerer Zeit als nur einer Woche hier angekommen. Wir haben Marokko genutzt, so gut wir es nur nutzen konnten. Stunden haben wir täglich im Wasser verbracht, um unsere Surffähigkeiten zu verbessern. Wir haben Sonne getankt, das marokkanische Essen heruntergeschlungen und sind zur Ruhe gekommen. Gerade eben noch stand ich neben einer Palme, habe erst vor kürzester Zeit noch auf einem Brett im Ozean gesessen und versucht eine der ganz großen Wellen zu surfen. Eine gefühlte halbe Stunde zuvor habe ich noch in unserem schönen Innenhof gestanden und die Menschen verabschiedet, die diese Urlaubswoche zu einer noch schöneren gemacht haben.

Zurück in meiner Wohnung ist mir kalt. Die Räume sind ungeheizt und die Sonne scheint auch nicht herein. Die erste Waschmaschine läuft bereits, meine Neoprenanzüge hängen in der Dusche, um das restliche Salzwasser auszuwaschen. Mein Surfbrett wartet darauf, dass ich es vom marokkanischen Surfwachs befreie. Und ich? Ich warte darauf, dass der Countdown von vorne beginnt. Darauf, dass es vielleicht nur zwei Monate sind, bis ich all das wieder zusammenpacken kann und meinen Platz im Flugzeug suchen darf. Versteht mich nicht falsch, ich bin gern zu Hause. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit meinen Menschen, die Arbeit in der Bar, ein bisschen sogar auf den Winter. Aber irgendwas in mir lebt dafür, wieder wegzukommen. Weite zu fliegen, etwas neues zu finden, auf der Suche zu sein. 


1 Kommentar:

  1. Das klingt so toll. Wir fahren im März auch nach Marokko zum surfen. Ich freue mich jetzt schon so sehr :)

    Viele liebe Grüße,
    Jules

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