Sonntag, 25. Oktober 2015

Insta Insta.

 Der letzte Monat war, sagen wir mal, ereignisreich. Von dem ganzen Spektakel mit den Vögeln mal abgesehen, habe ich gefühlt 357893645 neue Restaurants und Bars ausprobiert, dennoch genug Zeit in der innig geliebten Stammbar verbracht, die Menschen in Rostock wiedergesehen, weil ja seit Semesterbeginn das Pendeln für mich wieder begonnen hat, und einen Ausflug an die Ostsee habe ich auch gemacht. Die Menschen reden langsam von Silvesterplänen, von Weihnachten! Ich durchstöber jegliche Geschäfte dieser Welt, um meine 4 geplanten Adventskalender zu füllen, weil es da so ein paar Menschen in meinem Umfeld gibt, die das verdient haben. Das war ein guter Monat, wirklich gut! Plötzlich gibt es AnnenMayKantereit auf Spotify, diese wunderwunderwunderschönen braunen und roten und orangenen Blätter an den Bäumen, Städtetripspläne für den Dezember und drum herum weiterhin das, was ich auch im Monat davor schon gemocht habe. Grad ist's gut, wirklich gut. 
    
Die Schuhe der Saison an den Füßen. // Das Obst der Saison auf dem Teller. 
(Chia-Pudding im "The Bowl"!! YES, PLEASE!!)

 Sie trägt Mantel und bastelt Adventskalender.
 Kaffee als lebenserhaltendes Elixier, Knautschgesicht als "Juhu-die-Uni-geht-wieder-los-Statement"
Sonntagswirdimbettgefrühstückt! // Und danach mit den Vögeln gekuschelt!


Carrie bei Instagram? Gibt's HIER

Sonntag, 18. Oktober 2015

Lifestyle: Schwein.

Der Typ, den ich ganz gerne mag, bezieht eine wunderschöne Wohnung. Mitten in meinem Lieblingsviertel Berlins, viel besser eingerichtet, als ich es je könnte und es jeder skandinavische Einrichtungskatalog auf seinen Bildern zeigt. Sie ist ganz hoch gelegen, sodass man vom Fenster aus den Fernsehturm sehen kann. Da haben wir nämlich auch schon den Haken. Der Aufstieg zu dieser Wohnung beinhaltet verdammt viele Treppen. So viele Treppen, dass ich während der gefühlt anderthalb Stunden des Hochlaufens immer wieder versuche mitzuzählen und bei den hohen Zahlen kläglich scheitere. Die Wohnung liegt so hoch, dass in regelmäßigen Abständen immer mal wieder Vögel gegen die Scheibe der Balkontür fliegen. Für mich ein gefundenes Fressen, um ihn zu ärgern und damit aufzuziehen, dass er in einem Vogelturm wohnt. Die Taube, die sich vor einigen Wochen in seinen Hausflur verflogen hat, hat mich in meiner Meinung nur noch bestätigt! Vogelturm!
Dann, vor knapp drei Wochen kam es dann aber noch schärfer. Die Superfreunde und ich saßen im Café und warteten auf ihn. Mein Handy klingelte, ich dachte, er ruft an, um zu sagen, dass er jetzt losfahren wird. Nö. Er rief an, um mich zu fragen, ob ich nicht zufällig einen Vogelkäfig hätte, denn ein Wellensittich wäre direkt in seine Wohnung geflogen. Verzeihung, in seinen Vogelturm. Ein Wellensittich! Nach grob geschätzten 56 Minuten des Lachens, fasste ich mich, verneinte seine Frage und überlegte bereits, wie man damit umgeht, um den Vogel zu seinen Besitzern zurück zu bekommen. Meine Meinung Wellensittichen gegenüber? Zu diesem Zeitpunkt folgender: Wellensittiche sind genau so langweilig wie Goldfische.
Und dann, dann geschah es. Am nächsten Tag lernte ich ihn kennen. Und auf den ersten Blick direkt lieben. Dieser Vogel ist das zutraulichste Tier, das ich je gesehen habe. Du streckst deinen Finger aus, er fliegt los und setzt sich darauf. Egal, wie sehr du dich bewegst, er sitzt auf deiner Schulter. Ich lese ein Buch, er liest von meinem Kopf aus mit. Fressen gibt es aus der Hand. Der neue Name des Tieres? Schwein.
Meine Liebe für Schwein wuchs in Sekundenschnelle bis ins Unendliche. Schon da schlich sich langsam der Gedanke an, ob es nicht irgendwie eine Option wäre, ihn zu behalten..?
 Anschließend hat der ganze Freundeskreis mitgeholfen. Als die ersten Bilder online gingen, wie anhänglich der Vogel ist und Freunde von mir ihn kennengelernt haben, war er tagelang das Thema Nummer eins. Was macht man da jetzt, was braucht der Vogel, wie schaffen wir es, dass ich ihn behalten darf? Auf die Aushänge im Treppenhaus hat niemand reagiert, auf meinen Aufruf im Internet ebenso wenig. Zitat vom Tierarzt: "Da hat sich der Vogel wohl mit ziemlich viel Glück eine tolle Besitzerin ausgesucht."
Meine Nora hat sogar nachgeforscht und herausgefunden, dass Wellensittiche offiziell als "Fundsachen" gelten und beim Tierheim gemeldet werden müssen. Solang er aber bei mir bleiben könne, müsste ich ihn da aber nicht abgeben, haben sie mir am Telefon mitgeteilt. Dieser Vogel und ich, wir haben uns immer mehr aneinander gewöhnt. Am dritten Tag zog er rüber zu mir, damit ich am nächsten Morgen einen Ausflug zum Tierarzt machen könnte, während der Typ, den ich ganz gern mag, arbeiten musste. "Würdest du ihn noch für einen Tag behalten? Ich hab heute nochmal Nachtschicht." YES! AUF EWIG! 
Von da an, existierte ich als siamesischer Zwilling. Egal, wohin ich mich in der Wohnung bewegte, entweder Schwein flog mir hinterher, oder er saß ohnehin auf mir. Ich kochte Essen, mit ihm auf der Schulter, ich dusch, mit ihm auf der Duschstange, ich arbeitete am Laptop für die Uni, mit ihm auf der Hand, wenn ich einen Film schaute, guckte er mit. Ich hatte dem Anschein nach keinen Wellensittich, sondern ein Faultierbaby, das rund um die Uhr um meinen Bauch geheftet war.
Ich glaube, auch wenn er es nicht zugibt, war er doch sehr gerührt, wie sich das alles mit dem ihm zugeflogenen Vogel verhält. Ein paar Tage später sicherte er mir endlichendlichendlich zu, dass Schwein bleiben dürfe, sofern ich diejenige bin, bei der er wohnt und die sich um ihn kümmert. YES! AUF EWIG! 
Da es sich mit dem Faultierbaby doch irgendwann sehr beschwert leben ließ, war klar, dass wir unseren Vogelbestand aufstocken müssen, damit er einen richtigen Partner bekommt. Der Tierarzt schätzte das Alter von Schwein auf ein paar Monate, kein halbes Jahr sei er alt. Kauft man einen Zweitvogel, müsste dieser ungefähr im gleichen Alter sein. Die Tierheime der Stadt konnten mir keinen Jungvogel anbieten, weshalb ich im Internet eine Familie ausfindig machte, die 7-Wochen-alte Wellensittiche abzugeben hatte. Am nächsten Tagen war ich mit der Tochter verabredet und kam kurz darauf mit Vogel Nummer zwei nach Hause. Die zwei haben sich trotz Zweifel meinerseits von Anfang an gut verstanden und sind mittlerweile unzertrennlich. Zwischenzeitlich muss Vogel Nummer zwei jedoch auch mal alleine was machen, weil Schwein immer noch daran festhält, dass wir zwei täglich eine Kuscheleinheit vollziehen. Vogel Nummer zwei wurde von meiner Oma heute erst auf seinen Namen "Tante Lieschen" getauft, was natürlich zu seinem männlichen Geschlecht total gut gar nicht passt, aber jetzt beschlossene Sache ist. Mit dem Guten müssen wir noch ein bisschen üben, der findet dieses Kuschelding nämlich irgendwie nicht so cool und verzieht sich lieber vor mir, sobald ich mich irgendwie dem Käfig nähere.
Ansonsten bin ich seit Schweins Einzug "schweinefroh" über die Gesellschaft und sogar über den riesigen Käfig in meiner Wohnung. Ich mag diese Vögel bitte AUF EWIG behalten! Danke, Vogelturm!




Montag, 12. Oktober 2015

Personal: Hello fall.

Ey okay, ich seh's schon wieder ein. Hier passiert viel zu wenig. Und genau dieser Gedanke schwirrt mir seit Wochen im Kopf rum. Aber, und damit hat auch dieser Beitrag zu tun, mein Leben wird seit Wochen von einer unfasslichen Lethargie durchzogen, wie sie hoffentlich nur die kalte Jahreszeit mit sich bringen kann. Wörter wie "aufraffen", "anpacken", oder einfach mal "machen" klingen für mich plötzlich nach einer fremden Sprache. Ich steh offiziell wieder auf einen kompletten Tag in Kuscheldecken, auf kitschige Liebesfilme und - und darum dreht sich dieser Beitrag hier - ruhige Musik, die mit ihren Texten Herzen zerschmettert. Meine Laune verrät mir, dass der Sommer nun tatsächlich vorbei ist und die kalten Jahreszeiten auf uns zu kommen. Und genau deshalb verbringe ich momentan viel Zeit damit, Spaziergänge durch Herbstlaub zu machen (natürlich nur auf dem Weg zur Kuscheldecke in die Bettburg!) und dabei meine nach und nach perfektionierte Herbstplaylist zu hören. Meine Top Lieder für diesen Herbst? Diese hier!


Inside Of Love - Nada Surf

Airplanes - Local Natives

Nothing Like You And I  - The Perishers

Duet - Rachael Yamagata

The Rip Tide - Beirut

My Silver Lining - First Aid Kit 

Perfect Ruin - Kwabs

Go Solo - Tom Rosenthal 

Jimmy - Moriarty

Better Man - Paolo Nutini 

When Your Mind's Made Up - Glen Hansard & Marketa Irglova

Don't Dream It's Over - Crowded House 

Warm Water - Banks 

Reasons To Love You - Meiko 

All I Want - Kodaline

The Greatest - Cat Power 

Landfill - Daughter

Say You Love Me - Jessie Ware 

You Really Got A Hold On Me - She & Him 

Come Pick Me Up - Ryan Adams 

Asleep - The Smiths

After Afterall - William Fitzsimmons

We Might Be Dead By Tomorrow - Soko 

To Build A Home - The Cinemativ Orchestra

Flume - Bon Iver 

I'm Gonna Be (500 Miles) - Sleeping At Last 

In The Hearts Of Men - First Aid Kit 

A Case Of You - James Blake 

Hero - Regina Spektor 

For You - Angus & Julia Stone 

Hold Your Hand - Dum Dum Girls 

Quiet - Rachael Yamagata

So.. Und wer jetzt keine Lust hat, sich durch diese Auflistung von Buchstaben durchzuklicken, kann sich die Liste auch einfach HIER auf Spotify anhören. Zack! 

Ein paar dieser Lieder höre ich schon jahrelang. Die sind für mich schon alte Herbstradition. Und weil ich in diesem Jahr noch keine Herbstbilder gemacht habe, gibt es dazu auch einfach ein altes Herbstraditionsbild, das ebenso schon jahrelang in der Timeline meines Blogs herumlungert. Doppelt Zack!