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    Mix it, baby!

    Immer mal so zwischendrin hab ich euch ja schon davon erzählt, dass ich bei einem guten Freund von mir in der Bar arbeite. In unserem “Schurke” nämlich. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass wir die coolste und gemütlichste und tollste Bar weit und breit sind und kann deshalb erleichtert sagen, dass die Arbeit dort wirklich viel Spaß macht. Da ich selbst nie die Ausbildung zur Barkeeperin gemacht habe, sondern als Stammgast vor dem Tresen kurzerhand hinter den Tresen geordert wurde, braucht es so seine Zeit, um zu verstehen, was ich da mache. Die abermillionen Rum- und Whiskysorten brechen mir mein Genick. Was nicht auf der Karte steht, kann ich nur mit Glück. Aber so langsam, ganz langsam, macht das alles Sinn. Und das liegt an den Menschen um unsere Bar herum. Ganz eng connected sind wir nämlich zusätzlich mit unserem geliebten “Pavlov‘s” und dem “Galander“, wessen Leute nicht nur als Kollegen gut funktionieren, sondern Freunde sind. Und mit diesen Freunden sitze ich manchmal am Tresen des Galanders in Kreuzberg und genieße Kurse, die sie von ihrer Galander Bar Academy anbieten. So kommt es, dass man am Samstag Morgen schnell noch die Kneipe vom Arbeiten abschließt und nach wenigen Stunden Schlaf selbst am Tresen sitzt, um was über Cocktails zu lernen. Das schönste daran? Letztens hatten wir diesen Cocktail-Kurs und ich durfte ihn zusammen mit meiner Cousine machen, weil ich sie hinter den Tresen in’s Pavlov’s geschleust habe! So passierte es dann, dass wir am Samstag Vormittag schon Tequila und Whisky durchgetestet hatten und gegen Ende des Kurses mit leichtem (“leichtem”) Schwips im Kopf selbst an die Arbeit mussten, um zu zeigen, was wir gelernt hatten. Bei der Bar Academy war es jetzt das zweite Mal, dass ich solch einen Kurs mitgemacht habe, beim ersten Mal bekamen wir für’s Pavlov’s und unseren Schurken eine besondere Personalschulung. Beide Tage haben unglaublich viel Spaß gemacht und mir gezeigt, wie viel Interesse ich an dem Thema Schnaps und Gastro habe. Die Kurse werden ansonsten auch sehr viel von Leuten besucht, die beruflich gar nichts mit Schnaps zu tun haben, aber privat einfach gern mal was drüber lernen wollen. Und so sitzt man dann da immer in einer bunt gemischten Gruppe und hat den Tag über riesen Spaß. Ich freu mich sogar ein bisschen, dass ich heute Abend wieder arbeiten darf und hoffe ganz fest, bald wieder am Tresen des Galanders sitzen zu dürfen, um mehr darüber zu lernen, was ich da überhaupt mache!

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    Wave

    Es stand schon eine ganze Weile fest, dass mein Bruder an diesem einen Freitag, am 11. Dezember, nach Hamburg fahren würde, weil er dort einen Termin zum Stechen seines neuen Tattoos hat. In Hamburg, weil ihm der Tätowierer so gut gefallen hat, knapp 3 Stunden mit dem Auto von uns weg. Genau deshalb hat er mich gefragt, ob ich mitkommen würde, um die Autofahrt zurück zu übernehmen, wenn er dann vom stundenlangen Stechen müde und kaputt ist. Klar. Bei den letzten Tattoos habe ich ihn immer begleitet und mags irgendwie, dabei zu sein, wenn er was Neues gestochen bekommt. Auf der Autofahrt nach Hamburg verfiel ich dann in eine kleine Motzerei. Keine Motzerei, eher eine Nörgelei. Ich wurde mit jedem Kilometer, den Hamburg näher rückte, trauriger, dass er ein neues Tattoo bekommt und ich nicht.

    Es stand schon eine ganze Weile fest, dass ich als nächstes Tattoo eine kleine, ganz filigran gestochene Welle haben möchte. Am liebsten in der Ellenbeuge, so dass ich sie selbst gut sehen kann. Eine Welle für’s Surfen, für unsere Urlaube, den Sommer, das Wegfahren, Meer und alles drum und dran. Seit Monaten wünsche ich es mir und kam nie so recht dazu, einen Termin zu vereinbaren. Nicht einmal, mir den passenden Tätowierer auszusuchen.

    Es stand schon eine ganze Weile fest, dass Felix Kienzle am 11. Dezember bei The Black Mess als Gasttätowierer arbeiten würde. Als ich da so auf der Couch saß und drauf gewartet habe, dass mein Bruder sich für Farben seines Motivs entscheidet, hat mich das Mädchen neben mir angesprochen. Ob ich auch gestochen werde. Nö. Trauer. Sie wartete gerade darauf, dass ihr Artist alles vorbereitet und war ganz aufgeregt, weil sie den Termin wohl erst 3 Tage vorher vereinbart hatte. Er wäre Gasttötowierer im Studio und hätte wohl auch so noch den ganzen Tag freie Termine zu vergeben, sodass sie überlegt, sich gleich noch eins machen zu lassen. Den ganzen Tag freie Termine zu vergeben. Freie Termine. Ich stehe also ohne weiter zuzuhören auf, klopfe an seine Tür und frage ohne Herzschlag, ob er etwa auch meine Welle machen könne. Klar, könne er. So in ner Stunde ca.

    Es stand schon eine ganze Weile fest, dass ich, wenn ich endlich diese Welle habe, der glücklichste Mensch der Welt sein würde. Und das bin ich jetzt. Hoffentlich für eine ganze Weile.

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    Fashion: Cold, cold Winter

    Seitdem ich denken kann, find ich meine Winterkleidung stinklangweilig. Ich friere sehr schnell, finde frieren ganz furchtbar und packe mich deshalb schon bei Herbsttemperaturen ein, wie ein Michelin Männchen. Die dicksten Jacken verstecken jede noch so schmale Taille. Die dicksten Stiefel die noch so schmalen Fußfesseln, der Schal die schmalen Schultern und die dicke Mütze die zurechtgemachten Haare. Für mich stand also schon immer fest: sobald die Temperaturen sinken, braucht mich niemand mehr angucken, da seh ich halt blöd aus und das ist voll ok so. Nach und nach fiel mir aber mit jedem neuen Jahr auf, dass das totaler Blödsinn ist. Klar, trage ich immer noch riesige XXL Schals und gefütterte Stiefel, aber wenn die halt an sich schon viel hermachen, ist es ja komplett egal, was da drunter ist. Deshalb freute ich mich also über das unerwartete Päckchen von Primark, das unteranderem diese Schals enthielt, die ich alle für sich ganz doll schön finde – besonders in Kombination zu meinen Öhrchen-Mützen von Zara. Wer mich schon länger kennt, weiß, ich bin ein Öhrchen Opfer! Dazu Stiefel, die eine dicke Profilsohle haben, ohne eine zu dicke Sohle zu haben. Die kuschlig gefüttert sind, ohne zu groß zu wirken und dazu ganz schmale Fesseln zaubern. Meine liebsten momentan sind von Tamaris und wurden von mir bei Elbandi geordert. Ob der Mantel dazu beigefarbend, schwarz oder grau ist, ist ganz egal, die passen alle! Ich freu mich jeden Tag wieder, meine neuen Lieblingswinteraccessoires über die dicke Jacke zu schmeißen, damit ich nicht mehr dieses langweilige Michelin Männchen sein muss, während ich auf dem Weihnachtsmarkt herumschlendere oder einfach durch die kalte berliner Luft steppe.

    Shoes: Tamaris via Elbandi // Hats: Zara // Scarfs: Primark